Wreschner, Friederike

Wreschner, Friederike

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Stolperstein-Biographien im Westend

Wreschner, Friederike

„Friederike Wreschner wurde in Sopron (Ungarn) geboren und war in erster Ehe mit Vilmus Neumann verheiratet, der am 19.02.1919 in Berlin starb. In zweiter Ehe heiratete Friederike 1922 den Frankfurter Industriellen Leo Lippmann Wreschner, Chef der Fa. Beer Sondheimer & Co, einer der damals größten Metallfirmen.

 

Das Ehepaar bewohnte eine Villa Im Trutz 13 und bekam zwei Töchter: Charlotte, geboren am 31.08.1923, und Margrit, geboren am 14.05.1925. Den Sommer verbrachte die Familie in einem Sommerhaus in Königstein im Taunus. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten war man sich der drohenden Gefahr bewusst. Als erste ging 1934 Renee, die Tochter aus erster Ehe, geboren am 22.02.1912, in die Niederlande; im September 1935 folgte ihr der Rest der Familie. Renee, inzwischen verheiratet, emigrierte am 25.06.1936 nach New York. Am 26.06.1937 starb Leo L. Wreschner in Amsterdam; zurück blieb Friederike mit ihren Töchtern. Mit der Besetzung der Niederlande durch die Wehrmacht verschlechterte sich die Lebenssituation der niederländischen und der hierher geflüchteten deutschen Juden von Tag zu Tag. Friederike Wreschner und ihre Töchter wurden am 25.11.1943 in das Lager Westerbork gebracht. Im KZ Ravensbrück wurde Friederike Wreschner unter der Nummer 28082 registriert, kam in Block 27 und starb dort kurz vor Kriegsende.

 

Ihre Töchter erlebten die Befreiung im KZ Theresienstadt. Sie lebten nach dem Zweiten Weltkrieg in Israel und in den USA, Margrit heute in New York.

 

Der Stolperstein wurde initiiert vom Frauenprojekt Frankfurt-Ravensbrück des Studienkreises Deutscher Widerstand.

Friederike Wreschner, geb. Klaber

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

15.08.1888

05.02.1944 von Westerbork nach Ravensbrück

unbekannt

 

Quelle
Literatur: Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 (Hrsg.): Frankfurt am Main - Frauen-KZ. Lebensspuren verfolgter Frauen. 2009


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Stolperstein Im Trutz 13 Friederike Wreschner © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

 

 

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