Allerhand, Rosa

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Stolperstein-Biographien im Westend

Allerhand, Rosa

Rosa Allerhand wurde in Wien geboren. Im Ersten Weltkrieg zog sie mit ihrem Mann Julius Jonathan und ihren beiden Töchtern Alice und Hedy von Wien in die Niederlande und nach dem Krieg nach Frankfurt am Main. Sie wohnte nach dem Tode ihres Mannes Julius (1925) in der Eschersheimer Landstraße 152, seit etwa 1933 mit ihrer Tochter Hedy in der Kronbergerstraße 6.

 

Rosa Allerhand hatte in Wien als Pianistin und Klavierlehrerin gearbeitet. Im diffamierenden „Boykottbuch“ der Nazis wurde sie 1935 zusammen mit ihrer Tochter Hedy unter der Rubrik „Hut-und Putzmacher“ geführt. Um 1939 wohnte sie im Jüdischen Altersheim auf der Zeil 92, zuletzt war sie Patientin im Israelitischen Krankenhaus in der Gagernstraße. 36.

 

Tochter Hedy heiratete 1935 Dolf Dreifuss. Mit ihm floh sie 1939 über England nach Holland, von wo aus sie beide nach Bergen-Belsen deportiert und dort ermordet wurden. An sie und an Anna und Julius Dreifuß, die über Luxemburg nach Theresienstadt und weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet wurden, erinnern Stolpersteine in der Eschersheimer Landstraße 69. Tochter Alice gelang bereits 1938 die Flucht nach England.

 

Der Stolperstein wurde initiiert von Till Lieberz-Gross. Bei der Verlegung waren Lilian und Andrew Levy, Hilary und Mike Solomon, London und Immanuel und Theresa Bartz, Köln, anwesend.

 

 

 

Rosa Allerhand, geb. Jenner 
Geburtsdatum:   19.10.1870 
Deportation:   18.8.1942 Theresienstadt, 23.9.1942 Treblinka
Todesdatum:   unbekannt 

 

 

 

 

Stolperstein Kronberger Straße 6, Rosa Allerhand
Stolperstein Kronberger Straße 6, Rosa Allerhand © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

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