Wagner, Betty und Albert

Wagner, Betty und Albert

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Stolperstein-Biographien im Westend

Wagner, Betty und Albert

Albert und Betty Wagner hatten einen Sohn und eine Tochter. Albert war Kaufmann, Soldat im Ersten Weltkrieg, Inhaber des Eisernen Kreuzes, nach Kriegsende Mitglied in einem sozialistischen Soldatenrat. Die Familie lebte bis 1926 in Breslau. Dann berufliche Versetzung als Einkäufer für ein Warenhaus nach Frankfurt; später Inhaber eines kleinen Textilgeschäfts in Niederrad, das 1938 „arisiert“ wurde. Zunächst wohnte die Familie in der Marienstraße in der Frankfurter Hellerhof-Siedlung, ab 1935 in der Niedenau 43 und zuletzt in der Wöhlerstraße 4.

 

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Wagner, Betty © aus: Gottfried Kössler, Angelika Rieber, Feli Gürsching, "…dass wir nicht erwünscht waren". Novemberprogrom 1938 in Frankfurt am Main. Berichte und Dokumente. Frankfurt 1993, Foto: keine Angaben
         
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Wagner, Albert © aus: Gottfried Kössler, Angelika Rieber, Feli Gürsching, "…dass wir nicht erwünscht waren". Novemberprogrom 1938 in Frankfurt am Main. Berichte und Dokumente. Frankfurt 1993, Foto: keine Angaben

 

Im Zusammenhang mit dem November-Pogrom wurde Albert Wagner vom 10. November bis Dezember 1938 zusammen mit seinem Sohn in dem Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Nach seiner Entlassung lebte die Familie durch den Verkauf von Einrichtungsgegenständen, außerdem erteilte Albert Wagner potentiellen Emigranten Englischunterricht. Dem Sohn gelang nach seiner Freilassung aus Buchenwald 1939 die Flucht nach Palästina, die Tochter konnte nach Großbritannien emigrieren.

Betty Wagner, geb. Boehm

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

01.04.1886

19.10.1941 nach Lodz

unbekannt

Albert Wagner

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

24.01.1881

19.10.1941 nach Lodz

31.10.1942


Quelle

Franz Ephraim Wagner, Auch die Musik hat mein Leben gerettet. In: Gottfried Kössler, Angelika Rieber, Feli Gürsching (Hg.), ...dass wir nicht erwünscht waren. Novemberpogrom 1938 in Frankfurt am Main. Berichte und Dokumente, Frankfurt 1993

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