Wronker, Johanna

Wronker, Johanna

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Stolperstein-Biographien im Nordend

Wronker, Johanna

 

Johanna Wronker wurde in Mannheim als Tochter des Großkaufmannes Simon Wronker und von Eva Wronker, geborene Friedeberg geboren. Der Vater starb 1921, die Mutter am 8. August 1938. Ihre 1893 in Mannheim zur Welt gekommene Schwester überlebte den Holocaust in verschiedenen Lagern.

 

Johanna Wronker war von Geburt an gehörlos. Bis zu ihrem sechsten Lebensjahr wurde sie von einer Gouvernante erzogen. Anschließend besuchte sie die Frankfurter Taubstummenanstalt unter der Leitung von Direktor Vatter. Die Mutter (Jg. 1864) lebte erst ab 1936 in Frankfurt, am 6.4.1937 zog sie von der Hamannstraße 6 in die Nr. 3. Sie musste eine zwangsweise "Judenvermögensabgabe" in Höhe von 59.677,92 Reichsmark zahlen. Nach dem Tod der Mutter war Johanna Wronker ab 30.11.1938 erneut in der Hamannstraße 6 gemeldet, ab 7. Dezember 1940 dann in der Friedrichstraße 30 und zuletzt im Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde, Gagernstraße 36.

 

Der Stolperstein wurde initiiert durch den Stadtteilhistoriker Dieter Mönch.

 

Johanna Wronker

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

24.11.1889

18. August 1942 Theresienstadt

22. 2.1943

 

Stolperstein Hammanstraße 3, Johanna Wronker
Stolperstein Hammanstraße 3, Johanna Wronker © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main, Foto: keine Angabe

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