Domar, Carola

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Stolperstein-Biographien im Nordend

Domar, Carola

Carola Domar wurde im Dezember 1919 als jüngste von drei Geschwistern geboren. Ihr Vater, Siegfried Rosenthal war Rechtsanwalt und besaß eine Praxis in der Goethestraße, in der er noch bis zum Novemberpogrom 1938 tätig war. Die Familie wohnte im Oederweg. Carola Rosenthal besuchte die Holzhausen-, später die Elisabethenschule, die sie 1935 verlassen musste. Danach besuchte sie ein Jahr das Philanthropin. Die Eltern bemühten sich, ihre Tochter ins Ausland zu bringen. Die ältere Schwester lebte bereits in Paris, der Bruder in einem Internat in Italien. Nach kurzen Aufenthalten dort kehrte Carola Rosenthal jedoch wieder nach Deutschland zurück. Gegen den Willen der Eltern ging sie 1937 nach Groß-Bresen, einem nichtzionistischen Auswanderungslehrgut.

 

Kurz vor dem Novemberpogrom fuhr sie zu einer Familienfeier nach Frankfurt, wo sie die Verhaftung ihres Vaters erlebte, der einen Monat im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert war. Im März 1939 emigrierte sie nach England und von dort 1940 nach Amerika. Siegfried Rosenthal wanderte einen Monat später nach Frankreich aus, wo er nach Kriegsbeginn als Deutscher interniert wurde. Die Mutter konnte zwei Tage vor Kriegsbeginn noch Deutschland verlassen, musste jedoch nach der Eroberung von Paris durch die deutsche Armee erneut flüchten. Beiden gelang es, nach Amerika zu kommen. Ihr Bruder wurde in einem Lager ermordet.

 

Carola Domar starb am 24.9.2004 in Concord bei Boston. Wenige Monate zuvor hatte sie wieder einmal ihre Heimatstadt besucht. Am 30. Juni konnte ihr vor der Elisabethenschule der für sie gefertigte Stolperstein überreicht werden

 

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Domar, Carola © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main, Foto: keine Angaben

Carola Domar 

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

17.12.1919

1939 Flucht England

24.09.2004

 

Quelle

Carola Domar, „…bis wir es verstehen mussten”. In: Gottfried Kössler, Angelika Rieber, Feli Gürsching (Hg.), ...dass wir nicht erwünscht waren. Novemberpogrom 1938 in Frankfurt am Main. Berichte und Dokumente, Frankfurt 1993

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