Niederursel – Stadt Frankfurt am Main

Niederursel – Stadt Frankfurt am Main

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Niederursel

Niederursel
Niederursel © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Karola Neder

Der Urselbach ist der indirekte Namensgeber für diesen Stadtteil und hat ihn vor der Industrialisierung zur „Stadt der Mühlen“ gemacht. Zwar klappert keine mehr, doch viele Mühlengebäude stehen noch in dem schönen, an Fachwerk reichen Ortsteil. Schilamühle, Hohe Mühle, Obermühle oder Tabakmühle sind weiterhin vor Ort bekannt und werden vielseitig gewerblich genutzt.

Fast zwei Jahrhunderte war Niederursel ein geteilter Ort und hatte zwei Rathäuser: Im Süden regierten die Grafen von Solms-Rödelheim, im Norden die Freie Reichsstadt Frankfurt. Erst im Jahr 1899 kam es zum Zusammenschluss, 1910 zur Eingemeindung. Nicht minder bedeutsam war der Bau einer Umgehungsstraße von der Frankfurter Nordweststadt nach Oberursel in den Neunziger Jahren. Dadurch wurde der erhebliche Transitverkehr von täglich fast 25.000 Autos durch die engen Dorfgässchen unterbunden, so dass in Niederursel wieder dörfliche Idylle einkehrte.

Längst hat der Stadtteil den Anschluss an die Moderne gefunden. Ab Mitte der Achtziger Jahre entstand im Nordosten das Büro- und Wohnquartier Mertonviertel, das sich bis in den benachbarten Stadtteil Kalbach-Riedberg erstreckt. Eine moderne Infrastruktur hat mittelständische und große Unternehmen an diesen Standort gelockt, in der „Science City“  hat die Goethe-Universität  ihren naturwissenschaftlichen Campus errichtet. Auch der großen Finanzwelt gefällt es in Niederursel. Das Mertonviertel ist auch Sitz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH.

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