Adler, Reinhold, Margarethe, Wanda, Getrud, Gisela, Heinz, Herbert, Rolf und Ursula

Adler, Reinhold, Margarethe, Wanda, Getrud, Gisela, Heinz, Herbert, Rolf und Ursula

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Stolperstein-Biographien in Sachsenhausen

Adler, Reinhold, Margarethe, Wanda, Getrud, Gisela, Heinz, Herbert, Rolf und Ursula

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Ricky Adler und Wanda Michaelis © Hessischer Landesverband Deutscher Sinti und Roma , Foto: keine Angaben

 

Im Jahr 1938 zog der Postbeamte Reinhard Adler mit Ehefrau und Kindern in die Löher Straße 21. Musik und wertvolle Musikinstrumente prägten das Heim. Für Herbert, das vierte von sieben Kindern, begann eine unbeschwerte Kindheit, schnell wurde er ein „Frankfurter Bub". Die Eltern Reinhold und Margarethe Adler, die Geschwister Wanda, Gisela, Heinz, Herbert und Rolf sowie die jüngsten Töchter Gertrud und Ursula fühlten sich wohl in der Normalität des Stadtteils.

 

Im Februar 1941 wurde die ganze Familie in das Internierungslager für „Zigeuner" in die Dieselstraße und Ende 1941 in das Lager Kruppstraße verbracht. Rolf Adler wurde 1942 dort bei einem Arbeitseinsatz tödlich verletzt.

Im Frühjahr 1942 wurde die Familie Adler vom Ostbahnhof aus nach Auschwitz und dort in das „Zigeunerlager" Birkenau II verbracht. Das Lager überlebten nur die drei ältesten Geschwister Wanda, Heinz und Herbert. Nach Kriegsende suchten sie sich und fanden ihren neuen Lebensmittelpunkt in Frankfurt. Sie traten später als Zeitzeugen in die Öffentlichkeit. Herbert Ricky Adler war als Musiker und Musikmanager bekannt. Eine Straße im neuen Stadtteil Riedberg in Frankfurt/M wird die Ricky-Adler-Straße werden, in unmittelbarer Nachbarschaft von Fritz-Bauer-Straße, Edith-Stein-Weg und Martin-Niemöller-Straße.

 

Bei der Verlegung anwesend waren die beiden Kinder von Heinz Adler, Simone Weiss und Thomas Adler, und das Vorstandsmitglied des hessischen Landesverbandes des Verband Deutscher Sinti und Roma, Alexander Turbanisch.

Reinhold Adler

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

29.09.1898

09.03.1943 nach Auschwitz

01.05.1943

Wanda Michaelis, geb. Adler

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

1924

09.03.1943 nach Auschwitz

Überlebte

Margarethe Adler, geb. Braun

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

03.07.1903

09.03.1943 nach Auschwitz

03.08.1944

Ursula Adler

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

30.10.1938

09.03.1943 nach Auschwitz

03.08.1944

Gertrud Adler

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

01.08.1937

09.03.1943 nach Auschwitz

03.08.1944

Gisela Adler

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

18.08.1925

09.03.1943 nach Auschwitz

03.08.1944

Heinz Adler

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

1927

09.03.1943 nach Auschwitz

Überlebte

Rolf Adler

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

1931

Internierung: Lager Dieselstraße und Kruppstraße

03.11.1942

Herbert Adler

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

18.11.1928

09.03.1943 nach Auschwitz

Überlebte

 

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Stolperstein Löherstraße 21 Gertrud Adler © Inititative Stolpertseine Frankfurt am Main
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Stolperstein Löherstraße 21 Gisela Adler © Inititative Stolpertseine Frankfurt am Main

 

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Stolperstein Löherstraße 21 Heinz Adler © Inititative Stolpertseine Frankfurt am Main
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Stolperstein Löherstraße 21 Herbert Adler © Inititative Stolpertseine Frankfurt am Main

 

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Stolperstein Löherstraße 21 Margarethe Adler © Inititative Stolpertseine Frankfurt am Main
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Stolperstein Löherstraße 21 Reinhold Adler © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

 

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Stolperstein Löherstraße 21 Rolf Adler © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein Löherstraße 21 - Stein Ursula Adler © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

 

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Stolperstein Löherstraße 21 Wanda Michaelis © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

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