Dymkowetz, Alexander, Schelakin, Alexander, Swiridenko, Michail und Switek, Zdenek

Dymkowetz, Alexander, Schelakin, Alexander, Swiridenko, Michail und Switek, Zdenek

header image

Stolperstein-Biographien in Niederrad

Dymkowetz, Alexander, Schelakin, Alexander, Swiridenko, Michail und Switek, Zdenek

Alexandr Dymkawez wurde als Sohn von Wladimir Dymkawez (Name der Mutter ist unbekannt) in Peresady bei Borisov im Verwaltungsbezirk Minsk in Weißrussland geboren. Er war orthodoxer Christ. Er wurde wahrscheinlich Ende 1941 zur Zwangsarbeit für die Deutsche Reichsbahn nach Frankfurt verschleppt.  

 

Alexander Schelakin wurde in Nowotscherkassk in Südrussland geboren. Er war katholisch. Spätestens ab Ende 1941 musste er für die Deutsche Reichsbahn Zwangsarbeit leisten. Er war in einer der Holzbaracken auf dem Gelände des Niederräder Abstellbahnhofs untergebracht. Bedingt durch die katastrophalen hygienischen Bedingungen erkrankte er schwer. Arbeitsamt und Reichsbahn organisierten ab Mitte 1944 den Transport schwer erkrankter Zwangsarbeiter in die Tötungsanstalt Hadamar.

 

Michail Swiridenko wurde in Tarasowka im Kreis Poltawa in der Ukraine geboren. Er war Schlosser von Beruf. Er war seit dem 16.Juni 1944 im Zwangsarbeiterlager der Deutschen Reichsbahn in Niederrad gemeldet. Im Konzentrationslager Flossenbürg erhielt er die Häftlingsnummer 32290.

 

Zdenek Svítek wurde in Smečno in Mittelböhmen, nordwestlich von Prag als Sohn von Vaclav Svítek geboren. Der Name der Mutter ist unbekannt. Er war Maler und Zimmermann. Ab Mitte März 1943 musste er Zwangsarbeit beim Gleisbautrupp 14 in Frankfurt-Niederrad leisten. Im Konzentrationslager Buchenwald bekam er die Häftlingsnummer 14580 und wurde in die Kategorie ASR (Arbeitsscheu Reich) eingruppiert.

 

Im Zwangsarbeiterlager der Deutschen Reichsbahn auf dem Gelände des Abstellbahnhofs Niederrad waren zwischen 1940 und 1945 Hunderte von Zwangsarbeitern aus Frankreich, Belgien, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion untergebracht.

 

Die Stolpersteine wurden initiiert von Robert Gilcher, Stadtteilhistoriker von Frankfurt-Niederrad, und von ihm, Petra Weber und Julia Schweigart finanziert.

 

 

 

Alexandr Dymkawez 
Geburtsdatum:   1.1.1926 
Haft:   26.06.1944 „Eigentumsdelikt“, AEL Heddernheim 22.7.-3.9.1944, 21.2.1945 Mauthausen 
Todesdatum:   27.4.1945

 

Alexander Schelakin 
Geburtsdatum:   7.2.1909 
Einweisung:   4.8.1944 Landesheilanstalt Hadamar 
Todesdatum:   18.9.1944 

 

Michail Swiridenko 
Geburtsdatum:   20.7.1900 
Haft:    19.9.1944 wegen „Diebstahl“, 28.10.1944, Flossenbürg-Leitmeritz 
Todesdatum:  12.2.1945 

 

Zdenek Svítek 
Geburtsdatum: 5.7.1924  
Haft:     18.4.1943 „wegen Diebstahl von Postgut“, Notgefängnis Frankfurt, Buchenwald Arbeitslager Leipzig, 25.4.1944 Flossenbürg 
Todesdatum:   20.6.1944 

 

 

 

Stolperstein Goldsteinstraße 145-149, Dymkowetz, Alexander
Stolperstein Goldsteinstraße 145-149, Dymkowetz, Alexander © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

 

Stolperstein Goldsteinstraße 145-149, Schelakin, Alexander
Stolperstein Goldsteinstraße 145-149, Schelakin, Alexander © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

 

Stolperstein Goldsteinstraße 145-149, Swiridenko, Michail
Stolperstein Goldsteinstraße 145-149, Swiridenko, Michail © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

 

Stolperstein Goldsteinstraße 145-149, Switek, Zdenek
Stolperstein Goldsteinstraße 145-149, Switek, Zdenek © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

 

Kopfstein Goldsteinstraße 145-149
Kopfstein Goldsteinstraße 145-149 © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

 

 

inhalte teilen