Landschaftslücke

Landschaftslücke

Landschaften

Landschaftslücke

Wo der GrünGürtel ganz schmal ist

Eine durchgehende grüne Verbindung zwischen Ostpark und Mainufer – das ist die Idee. Schon jetzt ist ein Teil davon am Mainufer und neben der Europäischen Zentralbank zu erleben, der zweite Abschnitt kann jedoch erst in der Zukunft begonnen werden. Dann wird die einstige Lücke im GrünGürtel geschlossen werden.

Phillip-Holzmann-Anlage © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop

Von der Lücke zur Brücke

Zwischen Ostpark und Europäischer Zentralbank gibt es fast kein Grün, nur breite Straßen und Kreuzungen - hier klafft also eine Lücke im GrünGürtelInternal Link. Ein wichtiges Zukunftsprojekt ist daher das Schließen dieser Lücke. So soll eine grüne Verbindung zwischen Ostpark und Main geschaffen werden.

 

Das ist bereits umgesetzt

Philipp-Holzmann-WegInternal Link
Sehr schmal und doch so wichtig: der Grünstreifen zwischen Bahngleis und Europäischer Zentralbank stellt bereits eine grüne Verbindung zwischen Mainufer und Hanauer Landstraße her. Außerdem ist hier eine wichtige GedenkstätteExternal Link errichtet, die an die Deportation von Jüdinnen und Juden in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern möchte: Gleise, ein Tunnel und in den Boden eingelassene Zitate sind zu besichtigen.

Ruhrorter WerftInternal Link
Direkt am Mainufer bildet die inzwischen stillgelegte und 2009 begrünte Ruhrorter Werft das „Gelenk“ zwischen GrünGürtel und Mainuferpark. Von hier kann man am Main entlang bis zur Altstadt gehen.

HafenparkInternal Link
Der noch junge Park (2014 fertiggestellt) ist hauptsächlich dem Sport gewidmet: Bolzplatz, Basketballanlage, Kletterpark und die große Skateanlage sind nur einige der Elemente. Der Hafenpark liegt ebenfalls direkt am Main und kam nach den ersten Planungen der Landschaftslücke überraschend hinzu.

Sonic VistaInternal Link
Mit der Eisenbahnbrücke (Deutschherrnbrücke) quert der GrünGürtel-Rundwanderweg den Main. Mitten auf der Brücke hängt das akustische Kunstwerk Sonic Vista. Genau an dieser Stelle kann man etwas Seltenes in einer dicht bebauten Stadt erleben: Sehraum und Hörraum sind fast gleich groß. Man hat einen tollen Blick auf Frankfurts Skyline, aber auch auf den Oberwald mit Goetheturm im Süden und auf den Lohrberg im Norden.

Ein Spaziergang durch die LandschaftslückeInternal Link führt durch die einzelnen Elemente sowie in die angrenzenden Kräuterfelder auf der anderen Mainseite.

 

Sonic Vista-Brücke
Sonic Vista auf der Deutschherrnbrücke © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop

Geschichte und Zukunft der Landschaftslücke

Heute ist es kaum noch vorstellbar, doch bis in die frühen 2000er Jahre waren das Mainufer und der Hafenpark noch von Schrottpressen und diversen Gewerbebetrieben geprägt. Für manche Menschen schlichtweg eine No-Go-Area, ein Raum, den man meiden wollte.

Schon in den frühen 1990er Jahren entwickelte die Stadtplanung Vorstellungen für eine Umstrukturierung und ein bewohntes und begrüntes Mainufer. Auch im 1991 verabschiedeten GrünGürtel-Plan war eine grüne Verbindung vorgesehen.

Als Anfang der 2000er Jahre die Idee aufkam, die Europäische Zentralbank auf dem Gelände der Großmarkthalle anzusiedeln, entwarf die Projektgruppe GrünGürtel den Plan für eine grüne Verbindung zwischen Ostpark Internal Linkund Mainufer. So sollte die so genannte Landschaftslücke zur Landschaftsbrücke werden. Bei einem Bau der Bank bis an die Bahngleise, wie ursprünglich vorgesehen, wäre dies nicht möglich gewesen.

 

Was noch fehlt

Der „Landschaftslücken-Plan“ hat zwei wesentliche Elemente: die grüne Verbindung zwischen Hanauer Landstraße und Mainufer. Sie ist mit dem 2015 vom Grünflächenamt gebauten Philipp-Holzmann-Weg bereits realisiert.

Das zweite Element ist eine grüne Überbrückung der Hanauer Landstraße. Heute müssen zu Fuß Gehende vom Ostbahnhof bis zum Philipp-Holzmann-Weg einen Slalom über breite und laute Straßen veranstalten. Das soll künftig vermieden werden indem ein Fußweg auf einem stillgelegten Gleis HOCH OBEN auf der Bahnbrücke angelegt werden soll. Dann wäre eine elegante Querung der Hanauer Landstraße möglich – einen weiten Blick gäbe es gratis dazu. Der künftige „Hochweg“ wird dann ein wenig an die berühmte High Line in New York erinnern.

Die Pläne sind zwischen Stadt Frankfurt und Deutscher Bahn abgestimmt. Doch bevor sie realisiert werden können, muss erst der Bau der Nordmainischen S-Bahn abgeschlossen sein.

 

stillgelegtes Gleis in der Landschaftslücke
stillgelegtes Gleis in der Landschaftslücke © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop

SERVICE
LANDSCHAFTSLÜCKE

 

Größe: etwa 10 Hektar
Landschaft: Parks, Straßen
Lage: im GrünGürtel, ein sehr schmaler, etwas mehr als einen Kilometer langer Streifen vom Ostpark Internal Linkzum MainuferInternal Link, zwischen Bahngleisen und Europäischer Zentralbank
Stadtteil: Ostend

Schutz: LandschaftsschutzgebietInternal Link, GrünGürtel-VerfassungInternal Link, im Hafenpark und im Philipp-Holzmann-Weg gelten die GrünanlagensatzungInternal Link
Wichtigste Regeln: Hunde an die Leine nehmen

ÖPNV: U-Bahn U6 und Straßenbahnlinien 11, 12 bis „Ostbahnhof“
Parken: es gibt nur wenige Parkplätze im Straßenraum

Zu Landschaften im GrünGürtelInternal Link

 

Hafenpark mit Skaterfest
Hafenpark mit Skaterfest © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Stefan Cop

inhalte teilen