Festhalle

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Kulturdenkmale

Festhalle

Der Eingang zur Festhalle auf dem Messegelände, (c) Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer
Der Eingang zur Festhalle auf dem Messegelände © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer

Die Festhalle errichtete Frankfurt 1909 für seine Messen. Der gewaltige Kuppelbau ist nicht wegzudenken bei internationalen Ausstellungen wie die Buchmesse und als Halle für große Konzerte.

Zu ihrem hundertjährigen Jubiläum im Sommer 2009 wurden die Restaurierung und Erneuerung der denkmalgeschützten Festhalle abgeschlossen. Zu seiner Erbauungszeit von 1907 bis 1909 zählte der Bau zu den größten seiner Art in Europa. Die unverkleidete Bogenbinder-Halle stellt zugleich den Höhe- und Endpunkt in der Entwicklung großer Eisenkonstruktionen des Industriezeitalters dar.

Frankfurt hatte im Verlauf des 19. Jahrhunderts bei kulturellen Großveranstaltungen und Messen Jahrzehnte mit Provisorien auskommen müssen. Anlässlich zweier prestigeträchtiger Groß-Veranstaltungen - das 11. Deutsche Turnfest 1908 und der 3. Wettstreit Deutscher Männergesangsvereine - wurden Tausende von Besuchern in der prosperierenden Handels- und Industriestadt am Main erwartet. Unter dem damaligen Oberbürgermeister Franz von Adickes wurde daher 1906 ein Wettbewerb für eine "feste" Halle für Veranstaltungen unterschiedlichster Art ausgelobt. Der Siegerentwurf des Architekten Friedrich von Thiersch sah ursprünglich die Umsetzung eines äußerst ambitionierten Bauprogramms vor, von dem mit der Festhalle allerdings nur ein erster Bauabschnitt realisiert wurde.

Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der schwer kriegszerstörte Bau als Mehrzweckhalle stark vereinfacht wieder hergestellt. Das einst prächtig gestaltete Äußere hatte dadurch stark an Ausstrahlungskraft eingebüßt - ohne die ursprüngliche reiche Dachlandschaft, die nicht wiederhergestellt wurde.


Im Jahr 2003 wurde mit den Restaurierungsmaßnahmen begonnen; die Festhalle erhielt nicht nur die Farbgebung wieder, die sie vor einhundert Jahren hatte, auch ihr altes Erscheinungsbild wurde rekonstruiert. Die Messe Frankfurt hat die "alte Dame" mit ihrem Einsatz für die technischen Anforderungen des 21. Jahrhunderts fit gemacht, zugleich der Stadt Frankfurt einen im wahrsten Sinne des Wortes festlichen gesellschaftlichen Mittelpunkt zurückgegeben.

Ein Faltblatt über die Festhalle (15. Faltblatt aus der Reihe "Notizen zum Denkmalschutz") kann während der Sprechzeiten des Denkmalamtes (Braubachstraße 15) montags und donnerstags zwischen 8 und 12 Uhr kostenlos in Zimmer 302 abgeholt werden.



Baujahr
1907-09

 

Architekt
F. v. Thiersch

 

  • Gebäude von 1907-09 nach Plänen des F. v. Thiersch
  • Kuppelbau in eiserner Tragkonstruktion zwischen steinernen Ecktürmen
  • Verwendungszweck für Ausstellungen sowie kulturelle und sportliche Veranstaltungen


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