Höxter, Hilde

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Stolperstein-Biographien in Bockenheim

Höxter, Hilde

Hilde Höxter wurde in Frankfurt am Main als Tochter von Ernst Höxter und Alma Höxter, geb. Schmidt, geboren. Ihr 1926 geborener Bruder Werner litt am Down Syndrom. Die Familie lebte seit 1920 in Frankfurt, wo Ernst Höxter in der Gräfstraße 49 (in der NS-Zeit Königstraße 49) eine eigene Arztpraxis führte. Er hatte seine Dissertation "Über den Zusammenhang von Psychosen bei Frauen infolge von Kriegsereignissen" geschrieben.

 

Nachdem Hilde Höxter mit einem Kindertransport 1939 nach England reisen konnte, scheiterte die Flucht der Familie in das US-amerikanische Exil, weil kein Land Menschen mit Behinderungen aufnahm. Ihre letzte gemeinsame Wohnung befand sich in der Jügelstraße 7. Hier nahmen sich Ernst, Alma und Werner Höxter angesichts einer für den folgenden Tag geplanten Deportation „nach Osten“ am 7. Mai 1942 das Leben. Alma Höxter starb zwei Tage später im Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde in der Gagernstraße 36.

 

Auch Hilde Cohen, wie sie nach ihrer Heirat in England hieß, nahm sich das Leben. Sie starb am 24. September 1962 London.

 

Der Stolperstein wurde initiiert von Gisa Hillesheimer und Hildegard Wilhelm/ Frankfurt. Dr. Höxter war der Hausarzt ihrer Familie, Gisa Hillesheimers Mutter ging mit Hilde Höxter in die Schule.

 

Hilde Höxter
Geburtsdatum: 30.06.1921
Flucht:  Kindertransport 1939 England

 

 

Stolperstein Gräfstraße 49, Hilde Höxter
Stolperstein Gräfstraße 49, Hilde Höxter © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

 

 

 

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