Willemer Häuschen

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Orte erzählen Geschichte

Willemer Häuschen

Das Willemer-Häuschen in Sachsenhausen, (c) Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer
Das Willemer-Häuschen in Sachsenhausen © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer

Herrliche Sicht auf Frankfurt

Vom Sachsenhäuser Mühlberg aus hatte man früher eine herrliche Sicht auf Frankfurt und den Taunus. So lag es nahe, dass sich auf diesem Hügel seit dem 18. Jahrhundert reiche Frankfurter ihre Garten- und Sommerhäuser bauten. Johann Jakob von Willemer erwarb 1809 ein achteckiges, turmartiges Häuschen, das bald darauf in die Literatur eingehen sollte.

Goethes temporäre Verjüngung

 

Willemer-Häuschen
Willemer-Häuschen © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer, KUS

 

Am 18. Oktober 1814 feierte Johann Wolfgang Goethe in dem schiefergedeckten Turm mit der Familie von Willemer den Jahrestag zur Völkerschlacht bei Leipzig. Man bewunderte von hier aus die Freudenfeuer, die sich am Frankfurter Himmel spiegelten. Goethe fand Gefallen an der Gattin seines Gastgebers. Die Freundschaft zu Marianne von Willemer, die Goethe eine ‚temporäre Verjüngung’ brachte, hielt bis zu seinem Tode.

Das klassizistische Gebäude mit zwei Stockwerken und einem erkerartigen Ausbau wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und wieder rekonstruiert. Es ist umgeben von einem kleinen Garten.
Geöffnet nur sonntags, und zwar von Ostersonntag bis Mitte Oktober in der Zeit von 11 bis 16 Uhr.

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