Alter jüdischer Friedhof

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Orte erzählen Geschichte

Alter jüdischer Friedhof

Die Geschichte der Frankfurter Juden

Das klassizistische Portal an der Rat-Beil-Straße mit der hebräischen Inschrift „Wer geraden Wegs wandelt ziehe in Frieden, dorthin, wo sie auf ihren Lagern ruhen“ ist verschlossen. Doch einige Schritte weiter kann man durch ein eisernes Tor eintauchen in eine andere Welt. Hier ist es still. Mächtige Bäume werfen Schatten auf alte Grabsteine. Sie erzählen von der Geschichte Frankfurts und seiner jüdischen Bevölkerung mit berühmten Namen wie Rothschild, Wertheim oder Pappenheim.

Auf ewig angelegt

Alter jüdischer Friedhof
Alter jüdischer Friedhof © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Gabriele Wibelitz
Der Friedhof in der Rat-Beil-Straße wurde von 1828 bis 1929 mit annähernd 40.000 Gräbern „Auf ewig“ angelegt. Die alten Steine – meist aus rotem Sandstein – entsprachen noch dem althergebrachten schlichten Stil der jüdischen Tradition, der sich im Laufe der Zeit, mit zunehmender Akkulturation, dem christlichen anpasste. Üppige Verzierungen wiesen nun auf den Reichtum und die Bedeutung der Familien hin. In Abgrenzung zur liberalen Frankfurter Gemeinde bildete sich 1851 eine „Israelitische Religionsgemeinschaft“ heraus, die einen eigenen Friedhof mit einfachen Gräbern anlegte, der heute in das Areal integriert ist.

 

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Rat-Beil-Straße
60318 Frankfurt am Main