Agendawald

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Agendawald

Ein Wald als Zeichen für Nachhaltigkeit.

Wo heute der Agendawald wächst war einst die US-Armee stationiert. Viele Bürger erwarben "Aktien" um damit das Anpflanzen von Wald zu finanzieren - oder sogar selbst zu pflanzen.

Wildrosen blühen am Rand des Agendawalds
Wildrosen blühen am Rand des Agendawalds © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop

Das Wäldchen

Agendawald
Agendawald © cop, Foto: Stefan Cop

Der Agendawald

Frankfurter Bürgerinnen und Bürger haben den Agendawald in den Jahren 1997, 1998 und 2002 in drei Aktionen gepflanzt. Als ein Projekt der Frankfurter Agenda 21 haben sie die Anpflanzung sogar selbst finanziert. "Agendawald-Aktien", die je einer Spende von 25 Euro entsprechen, ermöglichten die Anpflanzung von 25 Quadratmetern Wald pro Aktie.

 

Es wurden hauptsächlich Eichen gepflanzt, gemischt mit Hainbuchen, Wildkirschen, Wildbirnen und Vogelbeeren. Ein Eichenwald, wie er hier auch natürlich natürlich wachsen würde. Am Rande des Waldes wurden verschiedene Wildrosenarten gepflanzt, deren Blütenvielfalt jedes Jahr im Mai zu sehen ist und deren Früchte im Herbst ein Leckerbissen für Tiere sind. Nach 10 Jahren gab es eine erste Durchforstung. Die jungen Bäume wachsen sehr dicht und dazwischen fühlen sich ganze Wildschweinfamilien sehr wohl.

Geschichte

Agendawald 1997, vor der Pflanzung
Agendawald 1997, vor der Pflanzung © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Ingrid Wentzell

 

Vorgeschichte
Im zweiten Weltkrieg befand sich hier eine Funkanlage der Deutschen Wehrmacht. Die zwei kleinen quadratischen Betonsockel in der Wiese vor dem Wäldchen, der Agendawiese, erinnern heute noch daran. Zwei weitere befinden sich im Agendawald, zusammen bilden sie ein Quadrat. Danach unterhielt die US-Armee eine Einrichtung, in der Raketensprengköpfe geeicht worden sein sollen, das sogenannte Eichlabor. Die Gebäude wurden 2001 vollständig entfernt, der Außenbereich ist entsiegelt. Lediglich unter einem Gebäude ist ein Keller aus Beton geblieben und verfüllt worden.


Lokale Agenda 21
Die Lokale Agenda ist ein Bekenntnis der Nationen der Welt, sich nur noch nachhaltig weiter zu entwickeln. Dazu trafen sich 1991 in Rio de Janeiro 192 Länder. "Global denken, lokal handeln" ist stark verkürzt der Ansatz des Dokuments um künftigen Generationen ein gutes, gerechtes und ökologisches Leben in dieser Welt zu ermöglichen.
Auch in Frankfurt gab es seit 1997 eine Gruppe von Akteuren aus allen Bereichen der Stadt, die diesen Ansatz verfolgten. Der Agendawald war eins ihrer Projekte. Aus der Frankfurter Lokalen Agenda 21 ging das Nachhaltigkeits-Forum hervor, dass sich heute für eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt einsetzt. Ausführliche Infos dazu gibt es auf www.green-city.de.External Link Die Stadt Frankfurt veröffentlicht regelmäßig einen  Nachhaltigkeitsbericht 2020Internal Link.

 

 

Agendawald
Agendawald © cop, Foto: Stefan Cop


Agendawaldgelände 1997, Eichlabor der US-Armee
Agendawaldgelände 1997, Eichlabor der US-Armee © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Ingrid Wentzell

 

 

SERVICE

AGENDAWALD


Größe: 4 Hektar
Eingerichtet: 1997, 1998, 2002
Gastronomie: auf den benachbarten Anlagen von Tennisclub und Fußballverein befinden sich jeweils eine Gaststätte; auf der Wiese vor dem Agendawald ist ein Rastplatz
WC: nicht vorhanden
Barrierefrei: ja
Öffnungszeiten: immer zugänglich
Eintritt: kostenfrei

 

Schutz: Landschaftsschutzgebiet
Kontakt: GrünflächenamtInternal Link

 

Lage: im Frankfurter GrünGürtel,Internal Link Schwanheimer Wald,Internal Link Agendawaldschneise (geht von der Schwanheimer Bahnstraße ab)
ÖPNV:  Straßenbahn 12 bis Endhaltestelle "Rheinlandstraße".
Dann etwa 15 Minuten Fußweg auf der Schwanheimer Bahnstraße Richtung Wald gehen, nach der Wiese rechts in die Agendawaldschneise abbiegen und bis zur Agendawaldruhe gehen (etwa 1 Kilometer).
Parken
: Parkplatz an der Straße Schwanheimer Bahnstraße, dann etwa 300 m auf der Agendawaldschneise gehen.

 

Rastplatz Agendawaldruhe
Rastplatz Agendawaldruhe © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop

 

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