Experten und Politiker beraten über die Reduzierung der Fluglärmbelastung
Im Forum Flughafen und Region wird der Dialog zwischen der Rhein-Main-Region und der Luftverkehrswirtschaft geführt. Im Zentrum der Diskussion stehen die Auswirkungen des Luftverkehrs auf die Metropolregion.
Mit Maßnahmen zum aktiven Schallschutz soll die Lärmbelastung
reduziert werden. Aktiver Schallschutz setzt direkt an der Quelle an, zum Beispiel durch leisere Flugzeuge oder lärmärmere An- und Abflugverfahren.
Das Expertengremium Aktiver Schallschutz hat 2018 ein neues
Maßnahmenprogramm vorgestellt. Es enthält insgesamt 17 Maßnahmen, die sich nach ihrer Wirkung ordnen
lassen:
Den Abstand zur
Lärmquelle erhöhen. Gebiete werden höher überflogen.
Siedlungszentren
umfliegen. An- und Abflugrouten werden in weniger dicht besiedelte Gebiete verlegt,
wodurch die Anzahl der Betroffenen reduziert wird.
Spurtreue
verbessern. Indem Flugzeuge besser die Spur halten, verringert sich die Größe des
überflogenen Gebiets.
Technologische
Lärmminderung. Technische Neuerungen reduzieren Geräusche, die am Flugzeug entstehen.
Rahmenbedingungen. Hier geht es um Vorhaben, die durch die Gestaltung und Änderung der rechtlichen
und politischen Rahmenbedingungen indirekt eine Verringerung von Fluglärm
fördern.
Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf der
Erforschung und Entwicklung langfristiger Maßnahmen. Sechs Vorhaben und
Forschungsprojekte beschäftigen sich damit. Unter anderem sollen weitere
Varianten zur Umfliegung von dicht bebauten Gebieten erforscht werden. Weitere
Aktivitäten beschäftigen sich mit Anreiz-Systemen für die Fluggesellschaften
zur Anschaffung leiserer Jets und mit der Prüfung juristischer Möglichkeiten
zur Verbesserung des Lärmschutzes. Hier ist die Rede von gesetzlichen
Änderungen, um Probebetriebe zügiger einführen zu können.
Das Umwelt- und Nachbarschaftshaus External Link(UNH) ist eine Einrichtung des Landes Hessen. Es soll den Dialog über die Wechselwirkungen des Flughafens und der Region
und zwischen den einzelnen Akteuren im Rhein-Main-Gebiet moderieren und verbessern. Das UNH erfüllt gemäß Satzung insbesondere drei
Funktionen:
Informationsstelle: Das UNH beantwortet
Bürgeranfragen, zum Beispiel zum Fluglärm. Im Informationszentrum in Kelsterbach kann
man sich in der kostenfreien Ausstellung „Protest. Mediation. Dialog. Der
Flughafen, die Region und ihre Menschen.“ über die Historie der
Flughafenregion und aktuelle Entwicklungen informieren. Fachliche Grundlagen
und Verfahren werden multimedial und anschaulich erklärt. Darüber hinaus werden
Erkenntnisse aus der Lärmforschung dargestellt. Das UNH verwaltet die Archive des Mediationsverfahrens Flughafen Frankfurt
und des Regionalen Dialogforums.
Dialogzentrum: Das UNH führt regelmäßig
Veranstaltungen, Seminare und Workshops mit Akteuren und Betroffenen zu
Fachthemen und internationale Konferenzen zum Aktiven Schallschutz (ICANA)
durch.
Monitoring-Zentrum: Das UNH betreibt verschiedene
Monitoring-Systeme zu den Auswirkungen des Frankfurter Flughafens auf die
Region. Es betreibt eigene Fluglärmmessstationen, ein Umweltmonitoring mit diversen
Dauerbeobachtungsflächen sowie ein Sozialmonitoring. Die Daten werden
aufbereitet und im Internet veröffentlicht. Darüber hinaus werden
wissenschaftliche Studien wie die Lärmwirkungsstudie NORAHExternal Link beauftragt.
Das UNH ist laut Satzung zu Neutralität und
Transparenz verpflichtet. Träger des UNH ist die 2009 vom Land Hessen
gegründete Gemeinnützige Umwelthaus GmbH.
Stadträtin Rosemarie Heilig ist
Mitglied im Verwaltungsrat.
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