Forum Flughafen und Region

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Fluglärm

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Experten und Politiker beraten über die Reduzierung der Fluglärmbelastung

Im Forum Flughafen und Region wird der Dialog zwischen der Rhein-Main-Region und der Luftverkehrswirtschaft geführt. Im Zentrum der Diskussion stehen die Auswirkungen des Luftverkehrs auf die Metropolregion.

Landeanflug
Landeanflug © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Meinhardt

Aktiver Schallschutz

Mit Maßnahmen zum aktiven Schallschutz soll die Lärmbelastung reduziert werden. Aktiver Schallschutz setzt direkt an der Quelle an, zum Beispiel durch leisere Flugzeuge oder lärmärmere An- und Abflugverfahren. Das Expertengremium Aktiver Schallschutz hat 2018 ein neues Maßnahmenprogramm vorgestellt. Es enthält insgesamt 17 Maßnahmen, die sich nach ihrer Wirkung ordnen lassen:

  1. Den Abstand zur Lärmquelle erhöhen. Gebiete werden höher überflogen.
  2. Siedlungszentren umfliegen. An- und Abflugrouten werden in weniger dicht besiedelte Gebiete verlegt, wodurch die Anzahl der Betroffenen reduziert wird.
  3. Spurtreue verbessern. Indem Flugzeuge besser die Spur halten, verringert sich die Größe des überflogenen Gebiets.
  4. Technologische Lärmminderung. Technische Neuerungen reduzieren Geräusche, die am Flugzeug entstehen.
  5. Rahmenbedingungen. Hier geht es um Vorhaben, die durch die Gestaltung und Änderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen indirekt eine Verringerung von Fluglärm fördern.

Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf der Erforschung und Entwicklung langfristiger Maßnahmen. Sechs Vorhaben und Forschungsprojekte beschäftigen sich damit. Unter anderem sollen weitere Varianten zur Umfliegung von dicht bebauten Gebieten erforscht werden. Weitere Aktivitäten beschäftigen sich mit Anreiz-Systemen für die Fluggesellschaften zur Anschaffung leiserer Jets und mit der Prüfung juristischer Möglichkeiten zur Verbesserung des Lärmschutzes. Hier ist die Rede von gesetzlichen Änderungen, um Probebetriebe zügiger einführen zu können.

Das FFR stellt im Internet umfangreiche Informationen zum Aktiven Schallschutz im Rhein-Main-Gebiet External Linkzur Verfügung.

Umwelt- und Nachbarschaftshaus

Das Umwelt- und Nachbarschaftshaus External Link(UNH) ist eine Einrichtung des Landes Hessen. Es soll den Dialog über die Wechselwirkungen des Flughafens und der Region und zwischen den einzelnen Akteuren im Rhein-Main-Gebiet moderieren und verbessern. Das UNH erfüllt gemäß Satzung insbesondere drei Funktionen:

  1. Informationsstelle: Das UNH beantwortet Bürgeranfragen, zum Beispiel zum Fluglärm. Im Informationszentrum in Kelsterbach kann man sich in der kostenfreien Ausstellung „Protest. Mediation. Dialog. Der Flughafen, die Region und ihre Menschen.“ über die Historie der Flughafenregion und aktuelle Entwicklungen informieren. Fachliche Grundlagen und Verfahren werden multimedial und anschaulich erklärt. Darüber hinaus werden Erkenntnisse aus der Lärmforschung dargestellt. Das UNH verwaltet die Archive des Mediationsverfahrens Flughafen Frankfurt und des Regionalen Dialogforums.
  2. Dialogzentrum: Das UNH führt regelmäßig Veranstaltungen, Seminare und Workshops mit Akteuren und Betroffenen zu Fachthemen und internationale Konferenzen zum Aktiven Schallschutz (ICANA) durch.
  3. Monitoring-Zentrum: Das UNH betreibt verschiedene Monitoring-Systeme zu den Auswirkungen des Frankfurter Flughafens auf die Region. Es betreibt eigene Fluglärmmessstationen, ein Umweltmonitoring mit diversen Dauerbeobachtungsflächen sowie ein Sozialmonitoring. Die Daten werden aufbereitet und im Internet veröffentlicht. Darüber hinaus werden wissenschaftliche Studien wie die Lärmwirkungsstudie NORAHExternal Link beauftragt.

Das UNH ist laut Satzung zu Neutralität und Transparenz verpflichtet. Träger des UNH ist die 2009 vom Land Hessen gegründete Gemeinnützige Umwelthaus GmbH.

Stadträtin Rosemarie Heilig ist Mitglied im Verwaltungsrat.

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