Flugverkehr über Frankfurt

Flugverkehr über Frankfurt

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An- und Abflugrouten

Fluglärm

Jets im Minutentakt

Täglich werden Starts oder Landungen über das Stadtgebiet geführt.

2019 hat es am Frankfurter Flughafen rund 514.000 Flugbewegungen gegeben. 2019 wurden täglich etwa 700 Starts und 700 Landungen mit vier Bahnen abgewickelt. Da die Flugzeuge gegen den Wind starten und landen, gibt es zwei Betriebsrichtungen: 07 (Ost) und 25 (West). Über das Frankfurter Stadtgebiet führen zwei Anflug- und zwei Abflugrouten, die abhängig von der Betriebsrichtung genutzt werden.

An- und Abflugrouten
An- und Abflugrouten; Daten: Gemeinnützige Umwelthaus GmbH, 2018 © Stadt Frankfurt Main, Foto: Umweltamt

Landeanflug über den Frankfurter Süden

Im Jahr 2019 sind täglich etwa 700 Flugzeuge auf dem Frankfurter Flughafen gelandet.

2019 landeten bei Betriebsrichtung West, das betrifft etwa 70 bis 75 % der Zeit eines Jahres, etwa 293 Flugzeuge täglich auf der Nordwestbahn. Das bedeutet, alle 4 Minuten fliegt ein Flugzeug über bewohntes Stadtgebiet in Sachsenhausen. Nur die besonders schweren Flugzeuge Boeing 747, Airbus A380 und McDonnell Douglas MD11 dürfen nicht auf der Nordwestbahn landen, das vierstrahlige Großraumflugzeug Airbus A340 dagegen schon. Die Bahn ist zwischen 23 und 5 Uhr geschlossen. Hier werden keine verspäteten Landungen abgewickelt. 

Darüber hinaus landen Flugzeuge auf der Centerbahn und auf der Südbahn. Auch sie tragen zur Fluglärmbelastung im Frankfurter Süden bei.


Starts über Frankfurt

Über das Frankfurter Stadtgebiet führen zwei Abflugrouten, die bei  Betriebsrichtung 07 (Ost), an 25 bis 30 % der Zeit eines Jahres, genutzt werden:

  • Die Abflugroute 07-N(kurz) führt über Niederrad, Gutleutviertel, Gallus, Bockenheim und Praunheim nach Norden. Wegen Hindernissen (z.B. Europaturm), der dichten Besiedlung und zahlreichen Sonderbauten (z B. Krankenhäuser) darf diese Route nur zwischen 7 und 22 Uhr benutzt werden. Sie ist außerdem nicht für Großraumflugzeuge freigegeben. 2019 wurden auf dieser Route pro Tag bei Betriebsrichtung Ost etwa 106 Flugbewegungen abgewickelt.
  • Die Abflugroute 07-N(lang) führt über Oberrad, Ostend, Fechenheim, Riederwald und Bergen-Enkheim nach Nordosten. Diese Route darf zwischen 5 und 23 Uhr genutzt werden. 2019 wurden auf dieser Route pro Tag bei Betriebsrichtung Ost etwa 134 Flugbewegungen abgewickelt. 

Abflüge erfolgen auf Flugrouten. Sie werden in der Fachsprache „Flugverfahren“ bezeichnet. Diese Flugverfahren werden von der Deutschen Flugsicherung DFS unter beratender Einbeziehung der Fluglärmkommission konstruiert und vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung durch Rechtsverordnung festgelegt und veröffentlicht. Wesentliche Vorgaben sind hierbei Sicherheit, praktische Anwendbarkeit durch Piloten und Flugsicherung, Kapazitätserfordernis und Lärmminderung. Die Fluglärmkommission prüft alle Flugrouten im Hinblick auf die verursachten Lärmbelastungen und empfiehlt auf dieser Grundlage die jeweils lärmärmste Routenführung. 

 

Gegenanflug über den Frankfurter Norden

Das Frankfurter Stadtgebiet wird täglich von Flugzeugen, die sich im sogenannten nördlichen Gegenanflug befinden, überflogen. Der Gegenanflug ist der Teil des Landeanflugs, bei dem die Flugzeuge zunächst in die entgegengesetzte Richtung geführt werden, bevor sie über die Eindrehbereiche westlich beziehungsweise östlich des Flughafens in den Endanflug gehen. Die Mindestflughöhe für den nördlichen Gegenanflug beträgt etwa 1.800 Meter. Die Flugzeuge sind im Gegenanflug im Vergleich zum Endanflug deutlich höher und befinden sich in der Regel im Sinkflug mit geringer Turbinenleistung. Lärmfaktoren wie ausgefahrene Landeklappen und Räder gibt es in diesem Flugstadium nicht. Diese Flugzeuge sind in der Regel leiser als jene, die über Frankfurt hinweg starten. Überflogen werden vor allem die Frankfurter Stadtteile Praunheim, Niederursel, Heddernheim, Eschersheim (Nord), Frankfurter Berg und Berkersheim.

2019 wurden pro Westbetriebstag durchschnittlich 112 Flüge über das nördliche Stadtgebiet geführt (Durchschnittshöhe 2.300 m). Bei Ostbetrieb waren es durchschnittlich 183 Flüge (Durchschnittshöhe 3.500 m). Damit waren die Flughöhen deutlich höher als die Mindestflughöhe. Neben dem nördlichen gibt es auch einen südlichen Gegenanflug. Etwa die Hälfte der Landungen sind Gegenanflüge. Die zweite Hälfte wird direkt zur Landung geführt.

 

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