Rohrborngraben

Rohrborngraben

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Bäche und Gräben

Rohrborngraben

Das Umfeld des Rohrborngrabens zeichnet sich durch ein reich strukturiertes Biotop des natürlichen Auenbereichs aus

Steine im Rohrborngraben
Steine im Rohrborngraben © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eckhard Krumpholz, Umweltamt

Lage

Der Rohrborngraben beginnt seinen Lauf östlich des Mertonviertels innerhalb des Naturschutzgebietes Riedwiesen und ist Teil eines weitverzweigten Grabensystems. Er mündet nach kurzer Fließstrecke von ca. 1 km bei Niederursel in die Nidda.

 

Charakter und Entwicklung

Der Rohrborngraben und das Grabensystem dienten ursprünglich der Entwässerung der feuchten Niddaaue. Später wurde von einem angrenzenden, ehemaligen Industriebetrieb zusätzlich Wasser in den Rohrborngraben eingeleitet. Nach dem Rückbau des Firmengeländes und der Umgestaltung der Nidda drohten die Riedwiesen in Teilbereichen auszutrocknen. Daher wurde das Wasser der Bornfloß- und vermutlich auch der Bonifatiusquelle in das Naturschutzgebiet eingeleitet. Aus dem ehemaligen Entwässerungssystem wurde so ein Bewässerungsgraben. Die Gräben verlaufen gradlinig, sind aber insbesondere in den Bereichen mit fast undurchdringlicher Buschvegetation stark verzweigt.

Das Umfeld des Rohrborngrabens zeichnet sich durch ein reich strukturiertes Biotop des natürlichen Auenbereichs aus.

 

Erholung und Natur

Die Riedwiesen wurden 1983 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, mit dem Ziel, die Feuchtvegetation dieses Naturraumes und seine an das Sumpf- und Wasserleben angepasste Flora und Fauna zu schützen und zu erhalten. Durch Wasserzuführungen z. B. des Dachflächenwassers der angrenzenden Bebauung im Mertonviertel und Einleitungen aus Quellen in der Umgebung sowie durch den Bau kleinerer Wehre innerhalb der Gräben versucht man einen möglichst gleich bleibenden Wasserstand zu erreichen. So soll das Feuchtgebiet vor Austrocknung geschützt werden. Einen guten Ausblick auf das Gelände bietet der Firmenparkplatz auf der Deponie in der Olof-Palme-Straße am Rande des Naturschutzgebietes Riedwiesen. Er kann über einen Fußweg erreicht werden.

Der "Mühlenwanderweg" (Siehe Freizeittipp 10) führt an der Erddeponie sowie dem Naturschutzgebiet vorbei und lädt zum Spazierengehen ein.

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