Fechenheimer Mainbogen

Fechenheimer Mainbogen

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Main

Der Fechenheimer Mainbogen

Zurück zur Natur

Der Fechenheimer Mainbogen ist das größte unbebaute Auengebiet in Frankfurt am Main. Seit 2015 wird diese Landschaft in mehreren Schritten renaturiert und ist damit das größte Naturschutzprojekt Frankfurts seit der Renaturierungsmaßnahme am Alten Flugplatz Bonames/Kalbach.

Fechenheimer Mainbogen
Fechenheimer Mainbogen © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop

Eine naturnahe Auenlandschaft entsteht

Der Fechenheimer Mainbogen ist das größte unbebaute Auengebiet in Frankfurt am Main und ein besonderer Erholungsraum im Frankfurter GrünGürtelInternal Link. Der Mainbogen wird heute überwiegend landwirtschaftlich genutzt, birgt jedoch noch zahlreiche Relikte einer typischen Auenlandschaft, wie kleinere Auengehölze, Wiesen und vernässte Uferbereiche. 
Seit 2015 wird der Mainbogen in mehreren Schritten wieder in eine naturnahe Auenlandschaft mit Gewässern, Auwäldern und Wiesen verwandelt. Tiere und Pflanzen erhalten neue wertvolle Lebens- und Rückzugsräume und die Menschen attraktive Naherholungsräume in der Natur.

Der gesamte Fechenheimer Mainbogen ist Überschwemmungsgebiet und somit ein wichtiger Retentionsraum für das Frankfurter Stadtgebiet. In manchen Jahren bietet sich hier ein besonderes Naturschauspiel, wenn die weite Landschaft langsam unter den Fluten des Mains verschwindet und vorübergehend zu einer Seenplatte wird.

Entlang des Mainufers verläuft ein historische Treidelpfad, der Leinpfad. Bevor es motorisierte Schiffe gab zogen hier Pferde mühsam Kähne gegen die Strömung den Main hinauf (Treideln). Heute führt hier der GrünGürtel-RadrundwegInternal Link entlang.

Im Westen des Mainbogens führt die Starkenburger Straße schnurgerade auf den Main und das Isenburger Schloss auf der Offenbacher Seite zu. Sie ist links und rechts von einer beeindruckenden Lindenallee gesäumt. Diese verströmen im Frühsommer einen lieblichen Duft.

Neue Gewässer im Fechenheimer Mainbogen

Hintergrund der Renaturierungsmaßnahmen im Fechenheimer Mainbogen ist die Europäische Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000, die dazu aufruft, den ökologischen Zustand der europäischen Binnengewässer zu verbessern. In Frankfurt am Main ergab eine vom Magistrat beauftragte gewässerökologische Voruntersuchung 39 potentielle Aufwertungsmaßnahmen am Main. Die größten liegen im Fechenheimer Mainbogen.

Eine dieser Maßnahmen für mehr Naturnähe ist ein 625 Meter langer neuer Main-Nebenarm, der in 2019 gebaut wurde. Zuvor konnten bereits 2015 drei Altwasserteiche, mehrere temporäre Gewässer und Mainufer-Abflachungen zwischen Carl-Ulrich-Brücke und Starkenburger Straße angelegt werden. In diesem Rahmen ist parallel zum neuen Main-Nebenarm ein weiteres, etwa 150 Meter langes Stillgewässer von Hessen Mobil hergestellt worden, welches Hessen Mobil  als eine Kompensationsmaßnahme für den Bau des Riederwaldtunnels einsetzt. 

 

Die Natur macht´s!

 

Die weitere Gestaltung des Geländes am neuen Main-Nebenarm übernimmt nun die Natur. Im Fechenheimer Mainbogen entstehen Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die andernorts am Fluss selten geworden oder schon verschwunden sind. Das neue Gewässer bietet Rückzugsräume, Laich-, Aufwuchs- und Winterquartiere für Fische wie Karpfen, Schleie, Hecht und Ukelei. Aber auch Wasservögeln wie Eisvogel, Graureiher oder Bekassine wird Lebensraum geboten. In ruhigen Bereichen können Amphibien wie der Teich- und der Seefrosch leben. Am und im Wasser werden sich von selbst Pflanzen ansiedeln, die stehende oder nur langsam fließende Gewässer benötigen und mit der Dynamik einer Flussaue zurechtkommen z. B. Schwimmblattpflanzen wie die Gelbe Teichrose und der Froschbiss oder im Uferröhricht Igel- und Rohrkolben.

 

Die durch den mainparallelen Nebenarm neu entstandene gut 400 Meter lange Insel ist für Menschen unzugänglich. 

Der während der Bauzeit des Main-Nebenarms teilweise gesperrte Leinpfad wurde in diesem Bereich ein Stück landeinwärts verlegt und verläuft nun entlang des neuen Gewässers. Damit hat auch ein Teilstück des GrünGürtel-RadrundwegesInternal Link einen neuen abwechslungsreichen Verlauf bekommen.

 

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Luftaufnahme Fechenheimer Mainbogen 2019 © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Beuerlein Baumgartner Landschaftsarchitekten

Der Fechenheimer Mainbogen aus der Luft im August 2019  © Beuerlein Baumgartner Landschaftsarchitekten

 

Wie geht es weiter?

 

In den nächsten Jahren wird die Umgestaltung des Fechenheimer Mainbogens fortgeführt. Außer einem weiteren 1.700 Meter langen Main-Nebenarm, der den Mainbogen in ganzer Länge durchquert, ist zur Naherholung und Naturerkundung auch ein neues Wegenetz mit Brücken und Stegen geplant.
Um den großen Main-Nebenarm zu verwirklichen, wird aktuell ein Flurbereinigungsverfahren für den Fechenheimer Mainbogen durchgeführt.

 

Service

FECHENHEIMER MAINBOGEN

 

Größe: rund 3 Hektar
Eingerichtet: Altwasser 2015, Main-Nebenarm 2019
Gastronomie: nicht vorhanden; Gaststätte "Restaurant Schlossblick“ im Ruderclub Fechenheim“ (etwa 300 m), Starkenburger Straße 150
WC:  nicht vorhanden
Barrierefrei:  ja
Öffnungszeiten: immer zugänglich
Eintritt: kostenfrei

Schutz:  Landschaftsschutzgebiet
Wichtigste Regeln: Uferbereiche nicht betreten, Hunde von Ufer und Wasser fernhalten, offenes Feuer und Angeln verboten.
Broschüre: Aue, Altarm, AbenteuerInternal Link
Kontakt: UmweltamtInternal Link

Lage: Im GrünGürtel,Internal Link Fechenheim, zwischen Main und Fechenheim
ÖPNV:  Straßenbahnlinie 11 bis Endhaltestelle Schießhüttenstraße, ca. 900 m dem Weg am Main entlang folgen oder  Bus 551 bis "Starkenburger Straße“, dann diese bis zum Main laufen, dort links in den neuen asphaltierten Weg einbiegen und bis zum Main-Nebenarm folgen (etwa 1 km)
Parken: es gibt nur wenige Parkplätze am Main, nahe der Gaststätte

 

 

Fechenheimer Mainbogen
Fechenheimer Mainbogen © Stadt Frankfurt am Main / Stefan Cop, Foto: Stefan Cop

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