Fabisch, Emma und Heinrich Heilmann

Fabisch, Emma und Heinrich Heilmann

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Stolperstein-Biographien in Heddernheim

Fabisch, Emma und Heinrich Heilmann

Emma Ester Fabisch geb. Sürth, verw. Baer wurde in Düsseldorf geboren. In erster Ehe verheiratet mit Siegfried Baer, der im 1.Weltkrieg als Frontsoldat gefallen ist. Aus dieser Ehe stammt ein am 18. Juli1910 in Mannheim geborener Sohn, Chaim (Heinz) Baer, der nach dem Krieg in Israel (Kibbuz Kfar Szold) lebte. Heinrich Heilmann Fabisch wurde in Liegnitz geboren. Die Heirat fand am 2. März 1924 in Düsseldorf statt. Er war Lehrer und Kantor, zuletzt bis zu seinem Ruhestand 1928 in Göttingen.

 

Von Göttingen zog das Ehepaar nach Frankfurt in die Römerstadt An der Ringmauer 134. Die Römerstadt gehörte zur Synagoge in Heddernheim, so dass sich ab 1928 die Zahl der Gemeindemitglieder stark erhöhte. Durch die aktive Mitarbeit dieser neuen Gemeindemitglieder konnte eine erfolgreiche Wiederbelebung der Heddernheimer Gemeinde erfolgen. Großen Anteil daran hatte Heinrich Heilmann Fabisch, der als Kantor diente und laut Erinnerung von Max Kirschner („Weinen hat seine Zeit und Lachen hat seine Zeit, Erinnerungen aus zwei Welten“, Frankfurt 2004) einige gute Predigten hielt.

 

Im Israelitischen Gemeindeblatt ist 1936 zu lesen „Aus der Gemeinde Heddernheim“:

„Seit Beginn des Jahres ist Herr Kantor und Lehrer i.R. Fabisch nicht mehr in unserer Gemeinde tätig. In sieben Jahren aufopferungsreicher Tätigkeit hat Herr Fabisch unserer Gemeinde gedient. Abgesehen von seiner Tätigkeit in der Synagoge hat sich Herr Fabisch auch in sozialer Hinsicht um die Gemeinde verdient gemacht. Seine Vorträge über ‚Sprüche der Väter‘ und ‚Maimonides‘ haben das größte Interesse der dankbaren Zuhörer gefunden. Es ist besonders anzuerkennen, dass Herr Fabisch einen großen Teil seiner Arbeit ehrenamtlich geleistet hat.“

 

1937 emigrierten Emma und Heinrich Heilmann Fabisch infolge der Verfolgung nach Holland. Sie lebten in Arnheim in der Marktstraat 4 in einem Altersheim. Dort starb Heinrich Heilmann Fabisch. Vom 2. Mai 1942 an musste Emma Fabisch den gelben Stern tragen. Ihre letzte Wohnadresse in Arnheim war die Burgermeester Weerts-Straat 93.

Heinrich Heilmann Fabisch 

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

4.6.1866

Flucht: 1937 Holland

5.11.1941

Emma Fabisch, geb. Sürth 

Geburtsdatum:

Deportation:

Todesdatum:

23.7.1892

Flucht 1937 Holland, Deportation 23.2.1942 von Westerbork nach Auschwitz

26.2.1943

 
 

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Stolperstein An der Ringmauer 134 Heinrich Fabisch © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein An der Ringmauer 134 Emma Fabisch © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main


 
 

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