Kaisersaal im Frankfurter Römer

Kaisersaal im Frankfurter Römer

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Historische Sehenswürdigkeiten

Kaisersaal

Der Kaisersaal ist das unbestrittene Schmuckstück des Frankfurter Römers. Er ist der Festsaal für alle wichtigen Empfänge, Ordensverleihungen und gesellschaftliche Anlässe.

Der Kaisersaal im Römer in der Innenstadt, (c) Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer
Der Kaisersaal im Römer in der Innenstadt © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer

Beinahe "Wiege der Demokratie"

Anfangs wurde der Kaisersaal als Versammlungssaal des Frankfurter Rates genutzt. 1612 luden die Ratsherren erstmals zu einem Festbankett in ihren Ratssaal ein, Grund: Die Krönung von Kaiser Matthias. Das letzte Krönungsmahl fand am 5. Juli 1792 für Kaiser Franz II. statt. Er wurde offenbar schon beim Kauf des Römers gebaut, war ein Ort zum Feiern, zur bürgerlichen Selbstdarstellung.
Im Jahr 1848 sollte noch einmal an die große Vergangenheit des Kaisersaals und des Römersaals als "hus des riches" angeknüpft werden: Eigentlich wollte die Nationalversammlung damals im Kaisersaal tagen. Aber das erste frei gewählte deutsche Parlament musste dann aus Platzgründen in die benachbarte Paulskirche verlegt werden.

Alle alten Kaiser in Öl

Hier gibt es die einzige vollständig erhaltene Galerie aller Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation - von Karl dem Großen über Friedrich Barbarossa bis zu Franz II, insgesamt 52 gekrönte Häupter. Die Galerie ist zwischen 1838 und 1853 von verschiedenen Künstlern - darunter Philipp Veit, Alfred Rethel, Eduard von Steinle - geschaffen worden. Hinter den Gemälden, in den gotischen Wandnischen, befanden sich Büsten der Kaiser; sie sind im 2. Weltkrieg verbrannt. 
In einer Glasvitrine ist eine Kopie der Goldenen Bulle von 1356 ausgestellt, die Frankfurt zum Wahlort der deutschen Könige bestimmte.

Bei Veranstaltungen oder Staatsbesuchen tragen sich hochrangige Personen im Kaisersaal in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt ein.


Architektur

Der Kaisersaal besteht aus einem Mix aus Mittelalter, Romantik und Wiederaufbau. Die heutige unauffällige Deckenvertäfelung entspricht derjenigen des Mittelalters. 1903 wurde der Kaisersaal aber renoviert. Um den wilhelminischen Prunk zu steigern, sind dabei Reichsadler an das Holzgewölbe gemalt worden. Beim Wiederaufbau hat man auf derartige Malereien verzichtet. 

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Limpurgergasse 2
60311 Frankfurt am Main
Telefon

Öffnungs- und Sprechzeiten

Mo - So

Nach der Schließung aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie sind der Kaisersaal und die Paulskirche ab Freitag, 28. Mai 2021, wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Eine Besichtigung der Räumlichkeiten ist an den Tagen Montag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr nur unter der Voraussetzung möglich, dass die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher vor Ort erfasst werden. Besuchstermine können vereinbart werden, Anmeldungen für eine bestimmte Uhrzeit sind montags bis freitags unter Telefon 069/212-34920 in der Zeit von 8:00 bis 12:00 Uhr möglich.

Es gelten für den Besuch die bekannten Hygienebestimmungen: Tragen einer medizinischen Maske, Abstandhalten und regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren.

Folgende Personen dürfen die Räumlichkeiten nicht betreten:

- Personen mit Kontakt zu COVID-19-Fällen in den vergangenen 14 Tagen
- Personen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem zu diesem Zeitpunkt vom RKI definierten Risikogebiet aufgehalten haben und keinen tagesaktuellen negativen Test vorweisen können
- Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen jeder Schwere.


Barriere-Informationen

Dieser Standort verfügt über:

  • Barrierefreien Aufzug / barrierefreie Aufzüge

Bemerkung Barrierefreiheit:

Bitte am Haupteingang des Römers rechts neben der Treppe klingeln, Sie werden zum Aufzug geführt.

Detaillierte Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie nachfolgend.

Barrierefreie Informationen zum Kaisersaal im Detail