Psychologische Unterstützung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

Psychologische Unterstützung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

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Psychische Gesundheit

Informationen zu psychologischer Unterstützung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

Wenn Sie vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet sind, haben wir hier einige Informationen und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten aufgelistet.

Informationen
Informationen © Gesundheitsamt Frankfurt

HILFE FÜR BETROFFENE (DOKUMENTE)

Mit belastenden Ereignissen umgehenExternal Link (russisch) – Infos zusammengestellt vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK):

 

Trauma was tun? Informationen für akut betroffene Menschen und deren AngehörigeExternal Link (u.a. ukrainisch und russisch) sind auf den Seiten der Unfallkassen Hessen zu finden.

 

Ein Übungsbuch Gut mit Stress und Belastungen umgehenExternal Link (u.a. ukrainisch und russisch) stellt die World Health Organization (WHO) zur Verfügung.

 

PROFESSIONELLE HILFSANGEBOTE IN FRANKFURT

Psychosoziale Beratung für Flüchtlinge und Folteropfer (bieten auch Dolmetscherschulungen an) bei FATRAExternal Link.

 

Institut für Traumabearbeitung und WeiterbildungExternal Link (Beratung auf Russisch möglich).

 

Psychosoziale Beratungsstelle für FlüchtlingeExternal Link (PBF) am Zentrum für Psychotherapie der Goethe-Universität (Beratung auf ukrainisch und russisch möglich).

 

Arztsuche HessenExternal Link (mit der Option niedergelassenen Psychotherapeut:innen zu suchen)

 

INFORMATIONEN FÜR HELFENDE

Viele Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine haben sehr belastende Dinge erlebt.

 

Ob das zu längerfristigen Problemen führt hängt z.B. von der Art und der Intensität des Erlebten, aber auch von persönlichen Risiko- und Schutzfaktoren ab.

 

Zusätzlich ist zu beachten, dass der Krieg leider noch nicht vorbei ist, und dass sich die individuelle Belastungssituation ständig verändern kann.

 

Wenn geflüchtete Menschen hier bei uns in Frankfurt ankommen, ist es zunächst wichtig, dass die Grundbedürfnisse wie Unterkunft, Sicherheit, Nahrung, Kleidung etc. gewährleistet sind.

 

In der Folge können dann die psychosozialen Aspekte in den Blick genommen werden.

 

Hierbei können und sollen sich alle (Laien-)Helfer:innen an den fünf Prinzipien der Psychologischen Ersten Hilfe (nach Hobfoll et al., 2007) orientieren:

 

  1. Sicherheit und Ruhe fördern
  2. Beruhigen und entlasten
  3. Selbstwirksamkeit und Kontrolle der Betroffenen als Einzelperson bzw. in der Gruppe fördern
  4. Kontakt und Anbindung fördern (Ermöglichen des Kontaktes zu Verwandten in der Heimat und anderen Geflüchteten)
  5. Das Gefühl von Hoffnung stärken (Perspektiven auf nächste Schritte, etc.)

Essentiell sind einfache, gut zu verstehende, transparente Informationen über die jeweilige Situation und die nächsten (behördlichen) Schritte etc.

 

Weiterführende Informationen: 

Mit belastenden Ereignissen umgehenExternal Link (deutsch) – BBK

 

Handbuch Psychische Erste HilfeExternal Link (u.a. ukrainisch und russisch) – WHO

 

Praxisleitfaden Traumasensibler und empowernder Umgang mit GeflüchtetenExternal Link – Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlingen (BumF)

 

Weiterführende Informationen der Deutschsprachigen Gesellschaft für PsychotraumatologieExternal Link (DeGPT)

 

Psychosoziale UnterstützungExternal Link (u.a. ukrainisch) – The International Federration of Red Cross an Red Cresent Societies (IFRC)

 

KINDER UND JUGENDLICHE

Kinder und Jugendliche leiden nicht nur unter belastenden Erlebnissen, sondern auch an der generellen Veränderung ihrer Lebensumstände wie z.B. den Kontaktverlust zu Freunden.

 

Da Kinder von Ihren Bezugspersonen abhängig sind, ist es entscheidend, die Stabilität der Erziehungsberechtigten zu stärken, denn das wirkt sich positiv auf die Kinder aus.

Gerade bei Kindern ist es wichtig, sie vor schlimmen Bildern und Medienberichten über den Krieg zu schützen, da sie diese oft nicht richtig einschätzen können und diese Angst machen.

 

Weiterführende Informationen:

Trauma was tun? Informationen für alle, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu tun habenExternal Link (u.a. ukrainisch und russisch) – Unfallkasse Hessen

 

Mit Kindern über den Krieg sprechenExternal Link – BBK

 

Weiterführende Informationen der Deutschsprachigen Gesellschaft für PsychotraumatologieExternal Link (DeGPT)

 

TraumabilderbuchExternal Link von Susanne Stein

 

HILFE FÜR HELFER:INNEN

Auch für Helfer:innen kann die Arbeit in der Flüchtlingshilfe belastend sein.

 

Generell ist die Unterstützung der Helfenden Aufgabe des Arbeitgebers.

 

Wer sich extern beraten lassen will, kann sich an das SbE-Team FrankfurtExternal Link (Bundesvereinigung Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen) wenden.

 

Weiterführende Informationen:

Versicherungsschutz der Unfallkasse Hessen External Link(UHK) für ehrenamtliche Helfer:innen

 

Tipps für Helfende für den Umgang mit eigenen BelastungenExternal Link - BBK

allgemeiner Hinweis

Diese Seite wurde durch die Koordination Psychosoziale Notfallversorgung im Gesundheitsamt Frankfurt am Main erstellt und wird regelmäßig aktualisiert. Bei übergeordnete Fragen zum Thema Psychologische Unterstützung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine können Sie sich gerne an Peter Waterstraat (Koordination PSNV) wenden: 069 212 35325

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