AKTUELL Staupe bei Füchsen in Frankfurt

AKTUELL Staupe bei Füchsen in Frankfurt

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Veterinärwesen

Staupe bei Füchsen in Frankfurt

Fuchs
Fuchs © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Pixabay
Staupe bei Füchsen in Oberrad / Sachsenhausen

In den Stadtteilen Oberrad und Sachsenhausen konnte bislang bei drei verendeten oder erlegten Füchsen eine Infektion mit dem Staupevirus nachgewiesen werden.

Die Staupe (canine distemper) ist eine hochinfektiöse, meist tödlich verlaufende Viruserkrankung, die insbesondere bei hunde- und marderartigen Tieren (Hund, Fuchs, Dachs, Marder, Iltis, Wiesel, Waschbär) vorkommt. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit an Staupe erkrankten Tieren, kann aber auch indirekt über Futter, Wasser, Ausscheidungen etc. infizierter Tiere geschehen. Die Inkubationszeit beträgt nur wenige Tage. Insbesondere Jagdhunde sind durch ihren Kontakt mit Füchsen und Dachsen gefährdet. Auf den Menschen ist das Virus nicht übertragbar und daher ungefährlich.

Die Staupe äußert sich als eine akut bis subakut verlaufende, fieberhafte Allgemeinerkrankung. Die möglichen Symptome sind vielfältig. Je nach Verlaufsform und Schwere der Infektion können hohes Fieber und Abgeschlagenheit, Nasen- und Augenausfluss, Husten, Erbrechen und Durchfall vorkommen. Auch zentralnervöse Symptome sind möglich. Hinweise drauf sind etwa der Verlust der Scheu vor dem Menschen, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Krämpfe oder Muskelzittern („Staupetick“). Bei schweren Verlaufsformen kommen auch eine übermäßige Verhornung im Be-reich der Ballen und des Nasenspiegels („Hard pad disease“) vor.

Infektionen mit dem Staupevirus können bei Hunden durch eine rechtzeitige und regelmäßige Impfung gegen das Virus verhindert werden. Hundehalter:innen wird daher dringend empfohlen, in Absprache mit ihrem/ihrer Tierarzt/Tierärztin den Impfschutz ihres Hundes gegenüber Staupe zu überprüfen. Im Wald müssen sich Hunde im Einwirkungsbereich der Hundehalter:innen befinden. Es ist zu empfehlen, die Hunde an der Leine zu führen.

Sollten Sie einen toten Fuchs auffinden, berühren Sie diesen nicht, halten Sie Ihren Hund fern und kontaktieren Sie die Polizei. Diese kann den zuständigen Jagdpächter informieren.
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