Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne

Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne

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Schutzgebiete

Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne

Frankfurts schönstes Naturschutzgebiet

Die Schwanheimer Düne ist seit 1984 ein Naturschutzgebiet. Offene Sandflächen, Silbergras und knorrige Kiefern erinnern an eine Meeresküste.

Schwanheimer Düne
Schwanheimer Düne © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Stefan Cop

Die Landschaft

Die Schwanheimer Düne ist eine der wenigen Binnendünen Europas. Sand, Silbergras und knorrige Kiefern prägen die Landschaft, aber auch Streuobstwiesen und Teiche gehören dazu.

Der Bohlenweg

Durch das Zentrum der Düne führt ein etwa 400 Meter langer Bohlensteg, der aus Edelkastanienholz gebaut wurde. Er hilft, die dort wachsenden empfindlichen Flechten vor Tritten zu schützen. 1999 wurde er errichtet, 2017 mit viel Aufwand auf der alten Trasse komplett neu gebaut. Die Finanzierung übernahm fast vollständig der Regionalpark RheinMain.


Größe: 58 Hektar
Eingerichtet: 1984, 2003
Schutz: Naturschutzgebiet, Fauna-Flora-Habitat-Gebiet
Service: Gastronomie und WC sind nicht vorhanden
Barrierefreiheit: Treppen gibt es keine, der Bohlenweg ist mit dem Rollstuhl befahrbar, die anderen Wege sind jedoch unebene Sandwege.
Öffnungszeiten: täglich 24 Stunden
Eintrittspreise: kostenfrei


Natur

Tiere und Pflanzen

Nach der Strandung der Düne entwickelte sich die noch heute anzutreffende typische Pflanzengesellschaft einer Binnendüne, die Silbergrasflur. Diese ist außerordentlich selten und ökologisch kostbar. Zu ihren Vertretern zählen Silbergras (Corynephorus canescens), Bauernsenf (Teesdalia nudicaulis) und die Sand-Grasnelke (Armeria elongata). Daneben wachsen auf dem mageren

Außerdem gibt es hier eine reiche Vogelwelt mit Pirol, Neuntöter und Steinkauz. Wegen der vielen Teiche fühlt sich hier auch die streng geschützte Knoblauchkröte wohl.

 

Die Teiche

Durch den Kiesabbau sind im 20. Jahrhundert in der Düne fünf Teiche entstanden, zwei weitere liegen im unmittelbaren Umfeld. Der größte ist die Schmitt´sche Grube, die ebenfalls Teil des Naturschutz und FFH-Gebietes ist. Das Wasser in den Gruben ist - ebenso wie die Dünenlandschaft - besonders nährstoffarm und kalkfrei. Deshalb wächst hier zum Beispiel die besonders seltene "Armleucher-Alge".

 

Regeln

Die Wege dürfen nicht verlassen werden.

Hunde müssen immer an die Leine.

Grillen und Lagerfeuer machen ist verboten.


 

Geschichte

Die Düne entstand nach der letzten Eiszeit aus Sanden, die aus dem Flussbett des Mains verweht wurden. Anschließend wuchs ein Wald darauf. Im vorletzten Jahrhundert rodeten Bauern den Wald und legten Kirschbaumwiesen an. Mehrere Trockenperioden beendeten diese Versuche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Düne lag brach und begann zu wandern. Zwischen 1882 und 1890 "strandete" sie dann an ihrer jetzigen Stelle. Die Düne wurde in jüngerer Zeit zum Sand- und Kiesabbau benutzt, wie an den fünf Teichen zu erkennen ist.

Das Gebiet wurde vom Land Hessen 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Seit seiner Erweiterung im Jahr 2002 umfasst es nun 58,5 Hektar. Seit 2003 ist es auch als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet nach Europäischem Recht geschützt.



LAGE
Im Schwanheimer Unterfeld, zwischen Martinsweg im Norden und Kelsterbacher Weg im Süden.


GPS-Koordinaten: xxxxx, yyyyyy

ADRESSE

 

ANREISE ÖPNV
Buslinie 51, Haltestelle "Schwanheimer Friedhof", dann etwa 10 Minuten Fußweg.
Straßenbahnlinie 10 und 11, Haltestelle "Bolongaro Palast", dann 5 Minuten Fußweg zum Main, mit der Fähre nach Schwanheim wechseln und noch mal 5 Minuten Fußweg bis zum Naturschutzgebiet.

 

PARKEN
Am Entree zum Schwanheimer Unterfeld gibt es Parkplätze. Hier wird die mehrspurige Uferstraße zum einspurigen Höchster Weg. Zur Düne sind es dann 5 - 10 Minuten Fußweg.


Link zur Broschüre

Zum Download: Anreiseskizze mit Fußweg

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