Eltern

Eltern

header image

Versicherungsamt

Kindererziehung steigert die Rente

Kindererziehung und Beruf zu vereinbaren ist nicht immer leicht. Häufig kann ein Elternteil nur noch eingeschränkt arbeiten oder widmet sich zeitweilig ganz der Kindererziehung. Der Gesetzgeber hat hierfür einen Ausgleich geschaffen, indem für die spätere Rente ein Teil der Kindererziehungszeiten berücksichtigt wird.

 

Für Geburten vor dem 01.01.1992 werden 2,5 und danach 3 Jahre Kindererziehungszeit angerechnet. Die Berechtigten werden so gestellt, als würden sie jeweils das Durchschnittseinkommen aller Versicherten in Höhe von zurzeit 40.551,00 € im Jahr verdienen. Für ein Jahr Kindererziehung ergibt sich bis zum 30.06.2020 eine monatliche Brutto-Rentensteigerung von 33,05 € in den westlichen und 31,89 € in den östlichen Bundesländern.
Ab dem 01.07.2020 liegt der Rentenwert bei 34,19 € im Westen und 33,23 € im Osten.

 

Erziehen die Elternteile ihr Kind gemeinsam, kann die Erziehungszeit nur bei einem Elternteil angerechnet oder aufeinanderfolgend auch aufgeteilt zugeordnet werden. Hierfür ist eine übereinstimmende Erklärung der Eltern erforderlich, die rückwirkend nur für maximal zwei Monate möglich ist. Haben die Eltern keine übereinstimmende Erklärung abgegeben, wird die Erziehungszeit regelhaft der Mutter zugeordnet.

 

Ausschlusstatbestände können Erziehungszeiten im Ausland und gleichwertige Anwartschaften in der Beamten- oder einer berufsständischen Versorgung sein.

 

Das Versicherungsamt klärt Ihren Anspruch und nimmt entsprechende Anträge bzw. Elternerklärungen gerne auf.