Geringfügig Beschäftigte

Geringfügig Beschäftigte

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Versicherungsamt

Geringfügige Beschäftigungen (Minijob und Midijob)

Die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse sind zum 01.01.2013 gesetzlich neu geregelt worden.

 

Für Minijobs, die ab dem 01.01.2013 aufgenommen wurden, besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Geringfügigkeitsgrenzen wurden angehoben (Minijob auf 450,00 € und Midijob ab dem 01.07.2019 auf 1.300,00 €).

 

Die Versicherungspflicht tritt auch dann ein, wenn das Arbeitsentgelt für einen vor dem 01.01.2013 aufgenommenen Minijob den Betrag von 400,01 € (Geringfügigkeitsgrenze bis 31.12.2012) überschreitet.


Kurzfristige Beschäftigung (neue Regelung ab 01.01.2015)

Eine Beschäftigung, die im Voraus auf 3 Monate im Kalenderjahr vertraglich begrenzt ist und die an mindestens 5 Tagen in der Woche erfolgt oder eine Beschäftigung, die nicht mehr als 70 Tage im Kalenderjahr umfasst und an regelmäßig weniger als 5 Tagen in der Woche erfolgt, gilt als kurzfristige Beschäftigung. Die Arbeitnehmer (AN) sind dabei versicherungsfrei, die Arbeitgeber (AG) beitragsfrei.

 

Mehrere aufeinander folgende kurzfristige Beschäftigungen sind zusammenzurechnen. Wird eine neue Beschäftigung aufgenommen, muss stets geprüft werden, ob diese mit den im laufenden Kalenderjahr ausgeübten Beschäftigungen zur Überschreitung der vorgenannten Zeitgrenze führt. Die Verdiensthöhe ist dabei unerheblich.

 

Vorteile der Versicherungspflicht

  • Anrechnung des Arbeitsentgelts in voller Höhe bei der Rente
  • Beschäftigungsmonat = Beitragsmonat
  • Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation
  • Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung
  • früherer Rentenbeginn
  • Zugangsvoraussetzung für „Riester“-Förderung

 

 

Befreiung von der Versicherungspflicht

  • auf Antrag über den AG
  • gilt für alle gleichzeitig ausgeübten Minijobs
  • gilt für die gesamte Dauer der Minijobs
  • kann nicht widerrufen werden

 

 

Ausnahme: Für bereits am 31.12.2012 bestandene geringfügige Beschäftigungen in der Gleitzone von 400,01 bis 450 € war eine Befreiung bis zum 31.12.2014 nicht möglich.

 

Beiträge

  • Die Meldung und Entrichtung der Beiträge erfolgen über den AG an die Minijobzentrale der Bundesknappschaft.
  • Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem aktuellen allgemeinen Beitragssatz (z. Zt. 18,6%)
  • Die Mindestbemessungsgrundlage ab dem 01.01.2013 beträgt 175 €
  • Beitragsverteilung: AG 15% / AN 3,6% (bzw. 13,6% bei Minijobs in Privathaushalten)

 

 

"Gleitzone" bei Entgelten von 450,01 bis 1.300,00 Euro (Übergangsbereich)
Ebenfalls ab dem 01.01.2013 wurde die Gleitzone von Midijobs von 800 auf 850 € und ab dem 01.07.2019 nochmals auf 1.300,00 € angehoben:

  • Versicherungspflichtiges Entgelt aus allen Beschäftigungen: 450.01 bis 1.300,00 €
  • Anhebung des AN-Beitrags von ca. 4 % bei 450.01 € schrittweise auf den vollen Beitragsanteil bei 1.300 €.

 

 

Übergangsregelung für die Gleitzone
In laufenden Beschäftigungsverhältnissen, die bereits am 31.12.2012 bestanden und das regelmäßige Arbeitsentgelt 450,00 € nicht überschritten wird, gilt bis zu deren Ende bzw. bis spätestens zum 31.12.2014 das bisherige Recht weiter.

 

AN haben jedoch das Recht, gegenüber ihrem AG schriftlich zu erklären, dass anstelle der paritätischen Beitragstragung die Regelungen zur Gleitzone Anwendung finden sollen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei uns im Versicherungsamt (Tel.: +49 69 212 44077) oder durch die Minijob-Zentrale der DRV Knappschaft-Bahn-See. DRV KBS - Minijob-ZentraleExternal Link

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