Equal Care

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Arbeitsmarkt

Equal Care Day

© Opak Werbeagentur

In Deutschland beträgt der Gender Care Gap rund 50 Prozent. Das heißt, Frauen leisten rund eineinhalb Stunden pro Tag mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer (Quelle: BMFSFJ, 2. Gleichstellungsbericht 2017). Ob Haushalts- und Pflegearbeiten, Kinderbetreuung oder familiäre Unterstützung: nach wie vor übernehmen erheblich mehr Frauen als Männer diese Verantwortung. In Haushalten mit Kindern vergrößert sich die Lücke nochmal erheblich.

 

Während der Pandemie spitzte sich die Situation zu, denn Schul- und Kitaschließungen oder deren stark eingeschränkter Betrieb erhöhten den zeitlichen Aufwand für Kinderbetreuung und weitere Bereiche der „Sorgearbeit“ deutlich. Die Hauptlast der Kinderbetreuung während des Lockdowns lag bei den Müttern, obwohl auch Väter in der Coronakrise mehr Zeit für die Kinderbetreuung investierten als zuvor (Quelle: DIW Aktuell 51, 2020).

 

 

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© Equal Care Day

Der Equal Care Day ist der Aktionstag für eine geschlechtergerechte und faire Verteilung der Fürsorgearbeit. Er wurde am 29. Februar 2016 von der „Initiative Equal Care Day“ angestoßen. Das Datum des Schaltjahres ist bewusst gewählt, es symbolisiert: Care-Arbeit ist wenig sichtbar und oftmals unbezahlt zu Hause geleistet.

 

Weitere Informationen unter: Equal Care DayExternal Link

Im Rahmen des Equal Care Day: Gespräch und Lesung mit Dr. Birgit Happel aus ihrem Buch: „Auf Kosten der Mütter“ am 01.03.2023

In einem Gespräch mit Arbeitsmarktreferentin Timnit Schäfer-Ghirmai und der anschließenden Lesung aus ihrem Buch „Auf Kosten der Mütter“ analysierte Birgit Happel die Kosten, die mit dem Kinderhaben entstehen. In ihrem Buch nimmt sie Faktoren wie strukturelle Diskriminierung, fehlende Betreuungsangebote, veraltete Rollenbilder, wirtschaftliche Fehlanreize genauer in den Blick. Themen, die in der Wissenschaft und in der öffentlichen Diskussion immer noch zu wenig Beachtung finden.
Der Abend fand statt in der Bockenheimer Buchhandlung „Andere Seiten“, deren Sortiment auch einen Schwerpunkt auf Titel rund um Themen wie Feminismus, Diversität, Gleichstellung oder Rassismus bereithält.
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