Fahrradstaffel

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Verkehrssicherheit

Die Fahrradstaffel der Städtischen Verkehrspolizei

Unterwegs für freie Wege

Um die Verkehrsüberwachung auf Fahrrädern zu verstärken, wurden hierfür zehn neue Stellen geschaffen. Da sich sehr schnell Freiwillige der Städtischen Verkehrspolizei zu diesem Dienst gemeldet haben, konnte die Fahrradstaffel noch 2019 nach dem Radentscheid ins Leben gerufen werden.

Die neue Fahrradstaffel der Städtischen Verkehrspolizei wird an der Alten Oper Frankfurt vorgestellt.
Die neue Fahrradstaffel der Städtischen Verkehrspolizei wird an der Alten Oper Frankfurt vorgestellt. © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stadt Frankfurt am Main

Am 29. August 2019 hatte die Stadtverordnetenversammlung mit ihrem Beschluss zur Einigung mit dem Radentscheid unter anderem "eine verstärkte Präsenz der Städtischen Verkehrspolizei auf Fahrrädern" gefordert. Hierzu wurde auch die Neuschaffung von zehn - vorerst für fünf Jahre befristete - Stellen bewilligt. Das Straßenverkehrsamt hat diesen Beschluss nun konsequent und vor allem schnell umgesetzt.´"Wenn wir den Radverkehr in unserer Stadt weiter voranbringen wollen, müssen wir auch bei der Verkehrssicherheit ansetzen", sagt Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling: "Aus der Perspektive der Rad Fahrenden lässt sich vieles besser erkennen als aus dem Streifenwagen."

Bis Juni 2019 bestreiften Verkehrspolizisten nur unregelmäßig mit Pedelecs das Stadtgebiet. Seit Juli 2019 Jahr wurde begonnen, die Streifentätigkeit mit Pedelecs sukzessive auszubauen. So erfolgte seitdem bis Dezember 2019 in 915 Einsatzstunden 389 Abschleppungen und 4437 Verwarnungen durch die Pedelecstreifen. Die  Fahrradstaffel ist personell als eigene Dienstgruppe organisiert und verrichtet ihren Regeldienst – montags bis freitags von 7 bis 15.30 Uhr und 13.30 bis 22 Uhr – grundsätzlich mit dem Rad. Hierdurch wird eine Fähigkeitslücke zwischen Fußstreifen und Streifenwagen geschlossen und sichergestellt, dass die Bediensteten sich ausschließlich den für die Fahrradstaffel festgelegten Aufgaben widmen können.
Welche das sind, beschreibt Oesterling: "Die Fahrradstaffel wird konsequent und sichtbar bei Halt- und Parkverstößen auf Radverkehrsanlagen einschreiten. Das heißt klipp und klar: Null Toleranz. Egoistisch Radwege und Straßenecken zuzustellen ist kein 'Kavaliersdelikt', sondern gefährdet und behindert andere Menschen."

Neben der Freihaltung von Radverkehrsanlagen, Kreuzungs- und Einmündungsbereichen kümmert sich die Fahrradstaffel aber auch noch um andere Probleme: Baustelleneinrichtungen mit offensichtlichen Mängeln gehören ebenso dazu, wie Parken in zweiter Reihe in Wohnquartieren oder Sonderkontrollen an bekannten "Brennpunkten".
Damit der Einsatz der Fahrradstaffel Wirkung entfaltet, wird auch ein räumlicher Schwerpunkt gesetzt. Deshalb finden die Radfahrkontrollen überwiegend innerhalb des Alleenrings statt, da hier die Verkehrs- und Problemdichte am größten.

Entwicklung findet weiterhin statt

Der Einsatzplanung kommt hierbei eine besondere Rolle zu: Die Fahrradstaffel ist auf regelmäßig wechselnden Routen unterwegs, die fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt werden. Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern werden hier ebenso berücksichtigt wie Erkenntnisse des Radfahrbüros, aus den Sozialen Medien oder eigene Wahrnehmungen der Bediensteten.
Umgekehrt gibt es einen regelmäßigen Austausch zwischen der Fahrradstaffel und anderen Fachbereichen des Straßenverkehrsamtes geben: Beispielsweise wird im Fall einer offensichtlich mängelbehafteten Radverkehrsführung an einer Baustelle die zuständigen Verkehrssachbearbeiter benachrichtigt, der dann sofort handeln kann.

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