Rücksichtnahme

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Deine Stadt. Deine Entscheidung.

Wie rücksichtsvoll sind die Frankfurterinnen und Frankfurter?

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© Stadt Frankfurt Main

Montagmorgens, 9 Uhr an der Konstablerwache, einem der Hauptverkehrsknoten Frankfurts: Es wird gedrängelt, behindert und geflucht. Der Fahrer eines Sportwagens hupt eine ältere Frau mit Rollator an. Sie hat die Straße noch nicht überquert, als die Ampel für die Autos wieder auf Grün springt. Kurz darauf bleibt ein Motorradfahrer mitten auf dem Fußgängerüberweg stehen und blockiert damit einer Frau mit Kinderwagen den Weg. Fünf Meter weiter kommt es beinahe zu einer Kollision zwischen einem Radfahrer und einer jungen Frau, die gebannt auf ihr Smartphone schaut statt auf das, was um sie herum passiert.

Auf Frankfurts Straßen geht es nicht immer rücksichtsvoll zu. Dabei ist Rücksicht nehmen so einfach. Wie, das zeigt ein Film des Straßenverkehrsamtes, der in Zusammenarbeit mit dem Presse- und Informationsamt produziert wurde. Der Kurzfilm wirbt für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Dabei verzichten die Macher auf Moralpredigt und erhobenen Zeigefinger. „Wir stellen keine Verbote auf, sondern wollen vielmehr mit der positiven Botschaft ‚Deine Stadt. Deine Entscheidung.‘ die Bürgerinnen und Bürger zu rücksichtsvollem Verhalten anregen“, so Rainer Michaelis, Leiter der Abteilung Verkehrssicherheit beim Straßenverkehrsamt.
Den Frankfurterinnen und Frankfurtern wird der Spiegel vorgehalten. Wie schnell lassen sich Auto Fahrende aus der Ruhe bringen? Gibt es die berüchtigten "Kampfradler" wirklich? Wie oft gehen zu Fuß Gehende über Rot?

Rücksicht im Straßenverkehr ist in Frankfurt, einer Stadt in der rund 700.000 Menschen leben und zusätzlich täglich über 300.000 Pendlerinnen und Pendler unterwegs sind, ein wichtiges Thema. Alle wollen im Laufe des Tages schnell von einem Ort zum anderen. Dabei entstehen laut dem Verkehrsbericht der Polizei jährlich über 17.000 Unfälle. Hinzu kommen die täglichen Beschimpfungen und Drängeleien, die das Miteinander auf der Straße belasten. „Wenn alle ein bisschen mehr Rücksicht aufeinander nehmen, sind alle - egal ob mit Auto, Rad oder zu Fuß unterwegs - entspannter, die Unfallgefahr sinkt und der Verkehr bleibt im Fluss“, sagt Verkehrsdezernent Stefan Majer.

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