Schwanheimer Alteichen

Schwanheimer Alteichen

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Alte Eichen

Naturdenkmale

Schwanheimer Alteichen

Hier können Original und Abbild verglichen werden: Am Pfad entlang der alten Eichen steht ein Gemälde von Fritz Wucherer. Malerisch sind die dicken und knorrigen Bäume auf jeden Fall.

Schwanheimer Alteichen dienen als Model
Schwanheimer Alteichen dienen als Model © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop

Infos

Art: rund 30 Stieleichen (Quercus robur)
Alter: bis zu 500 Jahren
Stammumfang: etwa 2,75 Meter im Durchschnitt
Höhe: 12 bis 16 Meter
Standort: im Schwanheimer Wald, zwischen Neufeldschneise und Taubenlachschneise (s. Stadtplan weiter unten)
Anreise: Straßenbahn Linie 12 bis Haltestelle "Harthweg“ oder "Ferdinand-Dirichs-Weg“, von dort etwa nach 100m der Beschilderung folgen.
Besonderheit: 2002 richtete die Projektgruppe GrünGürtel einen kleinen Pfad ein, der Blicke auf besonders schöne Exemplare der alten Eichen freigibt und mit Info-Stelen und einem historischen Gemälde von Fritz Wucherer ausgestattet ist.
Broschüre: Schwanheimer Alteichen (pdf , 4794KB)Download Link(nur noch als pdf)

Schwanheimer Alteichenpfad mit Bild von Fritz Wucherer
Schwanheimer Alteichen © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Jan Wehnert

 

Hutewald
Jahrhunderte alte Eichen sind noch an vielen Stellen im Schwanheimer WaldInternal Link zu finden. Doch nur diese Exemplare sind als Naturdenkmal ausgewiesen, denn sie sind besonders alt, malerisch gewachsen und haben große Kronen. Das ist auf den nährstoffarmen sandigen Boden und die Nutzung als Huteeichen zurückzuführen. Bis in die 1920er Jahre dienten sie nämlich als Futterquelle für von Hirten bewachte Hausschweine. Im Mittelalter tummelten sich auch Schafe, Ziegen, Pferde und Kühe dazwischen.

Nährstoffreiche Eicheln
Eicheln, die Früchte der Eichen, sind besonders reich an Nährstoffen. Noch heute eine Delikatesse für jedes Wildschwein. Doch Schafe und Ziegen fraßen auch die jungen, nachwachsenden Bäumchen auf und Kühe und Pferde verdichteten den Boden, so dass die Landschaft bald eher wie ein offener Eichenhain als ein dichter Wald aussah.

Futter für viele
Von Eichen leben nicht nur Schweine, sondern auch eine besonders große Zahl an Insekten, Käfern und weiteren Arten. In dem dicksten Exemplar der Naturdenkmale sind deutlich die daumendicken Fraßspuren der Larven des seltenen Eichen-Heldbockkäfers zu sehen - der wiederum Lieblingsspeise von Spechten ist.

Der Alteichen-Pfad
Ein Pfad führt durch die Gruppe der Schwanheimer Alteichen und vermittelt mit Infostelen Wissen zum Ort, zu den Eichen und den Kronberger Künstlern. Der Pfad ist eine von vielen Attraktionen im Frankfurter GrünGürtel.Internal Link

 

Klimawandel
Die Eichen leiden seit einigen Jahren sehr unter dem Klimawandel: ihre Kronen verlieren zunehmend Blätter und viele Äste vertrocknen. 

Kronberger Künstler

 

Seltenes Motiv
Hutewälder gab es einst in vielen Teilen Deutschlands, doch sie wurden seit dem 18. Jahrhundert mit Fichten aufgeforstet. Der dunkle „Rotkäppchenwald“ wurde Standard, und offene Hutewälder eine Seltenheit. Deshalb waren sie ein beliebtes Motiv in der Kronberger Künstlerkolonie. Sie entstand um 1858 in der Tradition von Malern, die raus in die Natur gingen um die Schönheit des Ortes einzufangen.

Fritz Wucherer
Einer der bekanntesten Maler war Fritz Wucherer, der ab 1899 in Kronberg lebte. Im gleichen Jahr fertigte er das Werk „Bei den Schwanheimer Eichen“. Darauf ist ein besonders auffallender Baum mit zweigeteiltem Stamm – ein sogenannter Zwiesel – zu sehen. Eine große Reproduktion des Gemäldes ist am Alteichen-Pfad so aufgestellt, dass man das Kunstwerk direkt mit dem Original vergleichen kann.

Weitere Künstler
Anton Burger galt lange als Kopf der Gruppe, weitere Künstler waren neben anderen Jakob Fürchtegott Dielmann, Ludwig Christian Wagner und Peter Burnitz. Werke der Künstler sind im Museum Kronberger MalerkolonieExternal Link und im Giersch MuseumExternal Link zu sehen.
Im damaligen Dorf Schwanheim Internal Link- seit 1928 ein Stadtteil von Frankfurt - siedelten sich zahlreiche Rahmenbauer und Vergolder an, um den Gemälden einen passenden Rahmen zu geben.


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