Schwanheimer Alteichen

Schwanheimer Alteichen

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Naturdenkmale

Schwanheimer Alteichen

Natur und Kunst kommen hier zusammen.

Original und Bild können hier verglichen werden: Am Pfad entlang der alten Eichen steht ein Gemälde von Fritz Wucherer. Malerisch sind die dicken und knorrigen Bäume auf jeden Fall und völlig zu recht als Naturdenkmal ausgewiesen.

Schwanheimer Alteichen dienen als Model
Schwanheimer Alteichen dienen als Model © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop

Naturdenkmal Schwanheimer Alteichen

Dicker Eichenstamm
Dicker Eichenstamm © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop


Hutewald
Jahrhunderte alte Eichen sind noch an vielen Stellen im Schwanheimer WaldInternal Link zu finden. Doch nur diese Exemplare sind als Naturdenkmal ausgewiesen, denn sie sind besonders alt, malerisch gewachsen und haben große Kronen. Das ist auf den nährstoffarmen sandigen Boden und die Nutzung als Huteeichen zurückzuführen. Bis in die 1920er Jahre dienten sie nämlich als Futterquelle für von Hirten bewachte Hausschweine. Im Mittelalter tummelten sich auch Schafe, Ziegen, Pferde und Kühe dazwischen. 


Nährstoffreiche Eicheln
Eicheln, die Früchte der Eichen, sind besonders reich an Nährstoffen. Noch heute eine Delikatesse für jedes Wildschwein. Doch Schafe und Ziegen fraßen auch die jungen, nachwachsenden Bäumchen auf und Kühe und Pferde verdichteten den Boden, so dass die Landschaft bald eher wie ein offener Eichenhain als ein dichter Wald aussah.


Futter für viele
Von Eichen leben nicht nur Schweine, sondern auch eine besonders große Zahl an Insekten, Käfern und weiteren Arten. In dem dicksten Exemplar der Naturdenkmale sind deutlich die daumendicken Fraßspuren der Larven des seltenen Eichen-Heldbockkäfers zu sehen - der wiederum Lieblingsspeise von Spechten ist.


Infopfad mit Gemälde

Schwanheimer Alteichenpfad mit Bild von Fritz Wucherer
Schwanheimer Alteichen © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Jan Wehnert

 

Seltenes Motiv

Hutewälder gab es einst in vielen Teilen Deutschlands, doch sie wurden seit dem 18. Jahrhundert mit Fichten aufgeforstet. Der dunkle "Rotkäppchenwald“ wurde Standard, und offene Hutewälder eine Seltenheit. Deshalb waren sie ein beliebtes Motiv in der Kronberger Künstlerkolonie. Sie entstand um 1858 in der Tradition von Malern, die raus in die Natur gingen um die Schönheit des Ortes einzufangen. 


Fritz Wucherer
Einer der bekanntesten Maler war Fritz Wucherer, der ab 1899 in Kronberg lebte. Im gleichen Jahr fertigte er das Werk „Bei den Schwanheimer Eichen“. Darauf ist ein besonders auffallender Baum mit zweigeteiltem Stamm – ein sogenannter Zwiesel – zu sehen. Eine große Reproduktion des Gemäldes ist am Alteichen-Pfad so aufgestellt, dass man das Kunstwerk direkt mit dem Original vergleichen kann.


Weitere Künstler
Anton Burger galt lange als Kopf der Gruppe, weitere Künstler waren neben anderen Jakob Fürchtegott Dielmann, Ludwig Christian Wagner und Peter Burnitz. Werke der Künstler sind im Museum Kronberger Malerkolonie und im Giersch Museum zu sehen.
Im damaligen Dorf Schwanheim - seit 1928 ein Stadtteil von Frankfurt - siedelten sich zahlreiche Rahmenbauer und Vergolder an, um den Gemälden einen passenden Rahmen zu geben.

Der Alteichen-Pfad
Ein Pfad führt durch die Gruppe der Schwanheimer Alteichen und vermittelt mit Infostelen Wissen zum Ort, zu den Eichen und den Kronberger Künstlern. Der Pfad ist eine von vielen Attraktionen im Frankfurter GrünGürtel.Internal Link

 

Klimawandel
Die Eichen leiden seit einigen Jahren sehr unter dem Klimawandel: ihre Kronen verlieren zunehmend Blätter und viele Äste vertrocknen. 

Service

Art: rund 30 Stieleichen
Alter: bis zu 500 Jahre
Stammumfang: etwa 2,75 Meter im Durchschnitt
Höhe: 12 bis 16 Meter

Infopfad mit Gemälde eingerichtet: 2002, später teilweise wegen Unfallgefahr (trockene Äste) umgesetzt
Gastronomie: im Zentrum von Schwanheim, etwa 1 km entfernt
WC:  nicht vorhanden
Barrierefreiheit:  ja, die Waldwege sind Feinkieswege mit wetterabhängiger Oberfläche
Öffnungszeiten: immer zugänglich
Eintritt: kostenfrei 

Schutz: Naturdenkmal, Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
Broschüre: Die Schwanheimer Alteichen (nur als pdf)
Kontakt: Untere Naturschutzbehörde der Stadt FrankfurtInternal Link

Lage: im Frankfurter GrünGürtel,Internal Link Schwanheimer WaldInternal Link, zwischen Ferdinand-Dirichs-Weg und Stöpelschneise (N-S) und Neufeldschneise und Taubenlachschneise (W-O)
ÖPNV: Straßenbahn 12 bis „Ferdinand-Dirichs-Weg“, dann zum Wald gehen und dort den rechten Pfad wählen (ca. 100 m).
Parken: Schwanheimer Bahnstraße, Parkplatz Stöppelschneise, dann etwa 800 m vorbei am Hundeclub bis zu den Alteichen gehen

Zu 30 Ausflugsziele im Frankfurter GrünGürtel.Internal Link

 

Schwanheimer Alteichen
Schwanheimer Alteichen © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Cop


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