Infobörse

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Informationsbörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen

Gemeinschaftliches Wohnen

Infobörse

Nächste Infobörse am 25. September 2021!

Jährlich organisiert das Amt für Wohnungswesen zusammen mit dem Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. die Informationsbörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen – im September 2020 erstmals in den Räumlichkeiten des Dezernats für Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt am Main.

Modell des Hausprojekts von Z.WO eG auf der Infobörse 2019
Infobörse als Ort für Austausch: Initiativen präsentieren ihre Ideen (hier die Z.WO eG mit einem Modell) © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Ulrich Herding

Die Veranstaltung wird vom Amt für Wohnungswesen in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V.External Link organisiert. Die Infobörse stellt den Rahmen, damit sich Wohngruppen, Initiativen, Genossenschaften und Gesellschaften sowie Organisationen der Wohnungswirtschaft sich an einem eigenen Messestand präsentieren und austauschen können. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger bietet sie zugleich ein breites Angebot an Informationen und Diskussionsmöglichkeiten und lädt zum Kennenlernen verschiedener gemeinschaftlicher Wohnkonzepte ein.

Vergangene Infobörse 2020

Auch im Herbst 2020 kamen zahlreiche Akteure des gemeinschaftlichen Wohnens zusammen. Trotz der corona-bedingten Einschränkungen konnte Stadtrat Mike Josef, Dezernent für Planen und Wohnen, die Infobörse 2020 vor über einhundert Interessierten eröffnen. Den Besucher:innen bot sich erneut ein breites Spektrum an Informationsmöglichkeiten: An rund 30 Infoständen luden realisierte und im Bau befindliche Wohnprojekte sowie Projektinitiativen, Organisationen im Wohnungsbereich, mögliche Finanzierungspartner:innen und Vertreter:innen von städtischen Ämtern zu Unterhaltungen ein. Wie jeden Herbst bot die Infobörse der Wohnprojekt- und Genossenschaftsszene damit die Möglichkeit, untereinander Kontakte zu knüpfen und mit Neugierigen sowie Expertinnen und Experten in Austausch zu treten.

 

Rückblick

 

Wie in den Vorjahren war auch 2020 ein kostenfreier Besuch vor Ort möglich – dieses Jahr allerdings nur nach vorheriger Registrierung und nur für eine begrenzte Zahl an Teilnehmenden pro Zeitfenster. Damit trotzdem viele Interessierte an den Inhalten teilhaben konnten, bestand erstmalig auch die Möglichkeit einer digitalen Teilnahme an der Infobörse. Die live gestreamten Vorträge und Diskussionen wurden ergänzt durch kurze Interviews von Wohngruppen sowie Expertinnen und Experten, die auf der Webseite des NetzwerksExternal Link abgerufen werden können.


Stadtrat Mike Josef erläuterte in seiner Eröffnungsrede, warum gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte essentielle Partner:innen sind, um bestimmte städtebauliche Ziele zu erreichen. So zeigte sich Josef überzeugt, gemeinschaftliche Wohnprojekte helfen, der Entwicklung einer labilen Monokultur insbesondere von Neubau-Quartieren vorzubeugen. Durch ihre Rechtsformen sind sie zudem Garanten für dringend benötigte dauerhaft bezahlbare Wohnungen. Überdies -- auch und gerade in Zeiten von Corona – machen sie Solidarität und Zusammenhalt spürbar, die ins Quartier ausstrahlen. Damit sind sie ideale Starthelfer für nachbarschaftliche Vernetzung. Sie verwirklichen wegweisende Architektur – nach Außen mit spannenden Fassaden und nach Innen mit gemeinschaftsfördernden Grundrissen. Und nicht zuletzt schützen sie das Klima: Durch innovative Begrünungsvarianten, neue Mobilitätskonzepte und Flächensparsamkeit. Diese Qualitäten zeigen, warum es wichtig ist, das gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnen von städtischer Seite her zu unterstützen.

 

Katharina Wagner, Referentin im Dezernat Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt am Main, stellte die Qualitäten des „Baulandbeschlusses für die Frankfurter Stadtentwicklung“ in Zusammenhang mit dem gemeinschaftlichen Wohnen vor. Künftig sollen in allen Neubau- und Konversionsgebieten, bestimmte Quoten umgesetzt werden – 15 Prozent sind gemeinschaftlichen Wohnprojekten vorbehalten.

 

Als Vertreterin der Stabsstelle „Wohnungsmarkt, Mietrecht und innovative Wohnprojekte“ im Amt für Wohnungswesen der Stadt Frankfurt am Main zeigte Beate Steinbach auf, was bei einer Bewerbung um ein Grundstück im Konzeptverfahren zu beachten gilt. Zudem stellte Steinbach heraus, das in den kommenden Jahren zahlreiche neue Baugebiete entwickelt werden, was die Chancen, gemeinschaftliche Wohnprojekte umzusetzen, erheblich erhöht.

 

Dieser Ankündigung folgend warb Birgit Kasper vom Dachverein „Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen“ dafür, sich Initiativen anzuschließen oder neue zu gründen – der Zeitpunkt sei günstiger denn je. Unentschlossene konnten sich anschließend an den Infoständen in der Kurt-Schumacher-Straße von der beeindruckenden Bandbreite der Projektideen inspirieren lassen.

 

10.00 – 12.00 Uhr Eröffnung, Vorträge und Diskussion – im Casino und Livestream

  • Begrüßung
    Mike Josef, Dezernent für Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt am Main
  • Der neue Baulandbeschluss – Welche Bedeutung hat er für gemeinschaftliche Wohnprojekte?
    Katharina Wagner, Referentin im Dezernat Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt am Main
  • Das Frankfurter Konzeptverfahren & die nächsten Frankfurter Neubaugebiete
    Beate Steinbach, Amt für Wohnungswesen der Stadt Frankfurt am Main
  • Diskussion & Fragen
    Moderation: Birgit Kasper, Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V.



14.00 – 15.00 Uhr Fachleute im Gespräch – im Casino

  • Architekt:innen aus verschiedenen Büros waren zum Kennenlernen und Fragenstellen vor Ort.



12.00 – 17.00 Uhr Gespräche an den Ständen – im Atrium und im Casino

  • Interessierte Bürger:innen konnten sich über gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen informieren und mit Projekten, Initiativen und Organisationen ins Gespräch kommen. Themen dabei waren Wohnen im Alter, Familienleben abseits vom Reihenhaus, bezahlbares Wohnen, solidarisches Miteinander und lebendiges Stadtteilleben. Auch zur die Wahl der richtigen Fördermittel und zu weiteren Beratungsangeboten gab es Informationen.

 

Digitales Programm

  • Die Eröffnungsvorträge der Infobörse (10:00 – 12:00 Uhr) wurden live online übertragen.
    Die Aufnahmen der Eröffnungsvorträge und weitere Interviews finden Sie auf der Webseite des NetzwerksExternal Link zum Nachsehen und Inspirieren-Lassen.

Nächste Infobörse 2021

Als Termin der 15. Infobörse ist der 25. September 2021 vorgesehen.

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