Konzeptverfahren

Konzeptverfahren

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Gemeinschaftliches Wohnen

Frankfurter Konzeptverfahren

Gemeinschaftliches Wohnen in Frankfurt am Main stärken

Frankfurt am Main will das gemeinschaftliche Wohnen in der Stadt stärken und setzt dabei auch auf das Instrument des Konzeptverfahrens. Dieses Instrument braucht es, weil die gemeinschaftlichen Wohnprojekte bei einem Wettbewerb um den höchsten Preis weder mit anderen Akteuren am Wohnungsmarkt konkurrieren können und noch langfristig bezahlbaren Wohnraum verwirklichen können. Wegen der Vergabe nach dem besten Konzept bei einem Festpreis gewährleistet das Frankfurter Konzeptverfahren eine hohe Qualität der Wohnprojekte, fördert die Ideenvielfalt und sichert preisstabilen Wohnraum.

Photo des ehemaligen Sitzes der Akademie der Arbeit in Frankfurt-Bockenheim im Herbst 2019
Der ehemalige Sitz der Akademie der Arbeit in Frankfurt-Bockenheim im Herbst 2019 © Stadt Frankfurt am Main, Foto: JS

Verfahrensablauf

Wenn Grundstücke mit oder ohne Gebäude von der Stadt Frankfurt am Main für gemeinschaftliche Wohnprojekte zur Verfügung gestellt werden, werden diese im Konzeptverfahren vergeben.

 

Im Frankfurter Konzeptverfahren wird eine Liegenschaft öffentlich zu einem Festpreis ausgeschrieben. Wohnprojektinitiativen, Genossenschaften oder andere Akteure des gemeinschaftliches Wohnens können sich dann auf die Liegenschaft mit einem Konzept bewerben. Ein Beirat, der als „Jury“ eingesetzt wird, wertet die schriftlichen Bewerbungen aus und lädt ausgewählte Bewerber:innen zu einer Präsentation ihres Konzeptes ein.

 

Ausgewählt werden die Bewerber:innen mit dem Konzept, das am meisten überzeugt und am besten auf die Liegenschaft abgestimmt ist. Die ausgewählten Bewerber:innen können dann nach einer sogenannten Anhandgabe-Phase alles auf den Weg bringen, um ihr Projekt zu verwirklichen.

Rechtsgrundlage

Das Frankfurter Konzeptverfahren wird beispielsweise dann durchgeführt, wenn ein Grundstück über den Liegenschaftsfonds Internal Linkangekauft wurde oder in Konversions- oder Neubaugebieten der Frankfurter BaulandbeschlussExternal Link angewendet wird. Grundlage sind die Richtlinien für die Vergabe von Grundstücken an Wohninitiativen der Stadt Frankfurt am Main (in der jeweils gültigen Fassung).

Konzeptverfahren „Mertonstraße 30“ (ehemalige Akademie der Arbeit)

+++ Update: Das Konzeptverfahren ist durchgeführt worden. Aus den eingegangenen Bewerbungen hat der eingesetzte Beirat eine Gruppe gewählt, die nun die Option erhält, ihr Wohnprojekt zu realisieren. Diese sogenannte Anhandgabephase mit verschiedenen Meilensteinen dauert in der Regel ein Jahr. +++

 

Im Rahmen eines Konzeptverfahrens wird eine weitere Liegenschaft an ein gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnprojekt vergeben.

 

Konkret geht es um die Liegenschaft der ehemaligen Akademie der Arbeit (Mertonstraße 30) am Campus Bockenheim. Die städtische Mehrheitsgesellschaft KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbHExternal Link hat im vergangen Jahr die Immobilie erworben, die auf einem Erbbaurechtsgrundstück der Stadt Frankfurt am Main errichtet wurde.

 

Das Konzeptverfahren zu der Liegenschaft startete am 30. April 2020. Bewerben konnten sich Interessierte bis einschließlich 20. September 2020. Den Zuschlag erhalten dabei nicht die Bietenden, die das höchste Gebot abgeben, sondern eine gemeinschaftliche oder genossenschaftliche Wohngruppe, die im Auswahlverfahren das beste Konzept präsentiert. Die ausgewählte Projektgruppe kauft nach angemessener Vorbereitung das Gebäude, der Boden wird im Erbbaurecht vergeben.

 

Besichtigungen

Die letzten Besichtigungen der Liegenschaft fanden im August 2020 statt.

 

Ausschreibungsunterlagen

Für die Bewerbung waren folgende Ausschreibungsunterlagen relevant:

 

  1. Ausschreibung (mit Exposé)
  2. Bewerbungsformular (als Anlage von 1.)
  3. Datenblatt Wirtschaftlichkeit (als Anlage von 1.)
  4. Anhang

Downloads

Im Downloadbereich finden Sie die PDF-Datei zur Ausschreibung (1.). Dieser Ausschreibungs-PDF sind die beiden Excel-Dateien mit dem Bewerbungsformular (2.) und dem Datenblatt Wirtschaftlichkeit (3.) als Anlage beigefügt. Nach dem Download (nicht beim Öffnen im Browser) sind die beiden Excel-Dateien sichtbar und können separat gespeichert und bearbeitet werden.

 

Der Anhang (4.), also weitere Unterlagen zur Liegenschaft, kann aufgrund der Dateigrößen nicht mehr angezeigt werden. Der Anhang enthielt:

 

  1. Bauakte
  2. Bebauungsplan
  3. Fotodokumentation
  4. Glossar Konzeptverfahren
  5. Machbarkeitsstudie Sweco
  6. Modellrechnung Wirtschaftlichkeit
  7. Potentielle Nutzung
  8. Richtlinie des Landes Hessen zur sozialen Mietwohnraumförderung
  9. Grundrisse-dwg

Für weitere Fragen finden Sie Kontaktdaten der zuständigen Mitarbeiterin am Ende der Webseite.

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