Die Rote mit Biss – Frankfurter Rindswurst

Die Rote mit Biss – Frankfurter Rindswurst

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Frankfurt kulinarisch

Die Rote mit Biss – Frankfurter Rindswurst

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Gref-Völsings Rindswurst © Stadt Frankfurt am Main

Von tiefer rotbrauner Farbe, knackig, fest im Biss und würzig im Geschmack – so soll sie sein, die "Rindsworscht". Das Besondere: Die feine Brühwurst besteht zu 100 Prozent aus Rindfleisch.

 

In der Herstellung wird das grob gewolfte Fleisch mit Nitratpökelsalz zunächst langsam zerkleinert, unter Zugabe von Eisschnee dann das Tempo erhöht, bis die Masse ganz fein geworden ist. Nach dem Würzen wird das Brät in Rinderdärmen abgebunden und heiß geräuchert.

 

Eine "Rindsworscht" wiegt rund 120 Gramm und enthält nur etwa 20 Prozent Fett, was sich in ihrem relativ niedrigen Brennwert von circa 300 kcal niederschlägt. Vor dem Verzehr sollte sie nicht gekocht werden, sondern in heißem Wasser lediglich ziehen, klassischer Weise mit Senf verfeinert und zu einem Brötchen oder Kartoffelsalat gereicht – fertig. Aber auch in Curry wird die Frankfurter Spezialität verwurstet und ist damit Bestandteil eines der beliebtesten Fast-Food-Gerichte in Deutschland.

 

Soll die Wurst zum Grillen geeignet sein, wird in der Herstellung Kochsalz statt Nitratpökelsalz verwendet. Sie ist dann explizit als Grillbratwurst im Angebot.

Eine Institution im Frankfurter Osten

Fast ein Synonym für die Frankfurter Rindswurst ist "die Gref-Völsings", so genannt nach ihren Erfindern: Der Fleischermeister Karl Gref und seine Frau Wilhelmine Völsing haben sie 1894 zum ersten Mal auf den Markt gebracht. Das Geschäft der Fleischerei florierte nicht zuletzt der roten Wurst wegen, die auch bei der jüdischen Kundschaft gut ankam. Und so zog der Familienbetrieb von der Frankfurter Altstadt 1913 in größere Räumlichkeiten ins Ostend, wo er sich heute noch befindet.

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