Eisenbahnkontrolle

Eisenbahnkontrolle

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Gefahrgutüberwachung

Eisenbahnkontrolle durch die Gefahrgutkontrolleure des Straßenverkehrsamtes

Ein kurzer Einblick in eine Gefahrgutkontrolle an Eisenbahnwagen

Abgestellte Kesselwagen im Industriepark Höchst
Abgestellte Kesselwagen im Industriepark Höchst © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Straßenverkehrsamt

Was sind eigentlich gefährliche Güter?

Gefährliche Güter sind Stoffe und Gegenstände, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer Eigenschaften oder ihres Zustandes im Zusammenhang mit der Beförderung Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgehen können. Dazu zählen insbesondere die Allgemeinheit, wichtige Gemeingüter, Leben und Gesundheit von Menschen sowie Tiere und Sachen. (§ 2 Absatz 1 des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter (GGBefG))

Wie funktioniert eine Gefahrgutkontrolle?

Wurden die Mitarbeiter mit einer Gefahrgutkontrolle beauftragt, erhalten sie die Beförderungspapiere der zu prüfenden Eisenbahnwagen. Je nach Größe des Betriebs, variiert die Anzahl zwischen 2 und 22. Es werden sowohl eingehende als auch ausgehende Eisenbahnwagen kontrolliert.
Zunächst wird geprüft, ob der Frachtbrief mit der Kennzeichnung des Kesselwagens übereinstimmt. Bei gefährlichen Gütern muss eine rechteckige orangefarbene Tafel sichtbar angebracht werden. Ebenso wird die Anbringung der Tankcodierung kontrolliert und ob der Kesselwagen fristgerecht geprüft wurde.

Die Kesselwagen werden nicht nur auf Gefahrgut kontrolliert, sondern auch Wagen- und Tanktechnik. Hier unterstützt unter anderem das Eisenbahn Bundesamt (EBA) die Mitarbeiter des Straßenverkehrsamtes.  Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EBA werden Mängel und Schäden bewertet und sind beratend tätig. Für die technische Prüfung sollte man schwindelfrei sein: um die Dichtheit des Domdeckels zu überprüfen, müssen die Bediensteten auf den Kesselwagen klettern.

- Bei Wagen und Tank muss unter anderem geprüft werden:
- Bremssohlen des Wagens
- Befestigungsschrauben an den Verschlusseinrichtungen
- Feststellbremsen
- Außenhaut des Tanks
- Vorhandenes Tankschild
- Verschlüsse und Entladeventile

Müssen leere Kesselwagen auch kontrolliert werden?
Ja! Auch ungereinigte leere Kesselwagen müssen kontrolliert werden, da immer noch erhebliche Restmengen des zuvor beladenden Produkts von bis zu einer Tonne enthalten sein können.

 

Was passiert, wenn ein Mangel festgestellt wird?

Wurde ein oder mehrere Mängel festgestellt, muss entschieden werden, ob der Mangel sofort behoben werden muss oder ob zunächst noch weitere Maßnahmen einzuleiten sind. Die Bediensteten haben hier eine besondere Verantwortung. Sie müssen nach Sichtung und Sachverhaltsfeststellung situativ, weit- und umfangreiche Sofortmaßnahmen einleiten, die die Allgemeinheit schützen und Gefahren abwehren müssen. Diese sind nicht selten ohne erhebliche finanzielle Folgen. Bei weniger schwerwiegenden Mängeln wird ein Anordnungsbescheid mit Kostenbescheid erstellt. Die Beseitigung der Mängel wird bei Nachkontrollen überprüft. 

Wie werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor den gefährlichen Stoffen geschützt?

Sowohl die Kontrolleure des Straßenverkehrsamtes als auch die eingesetzten Sachverständigen tragen eine spezielle Schutzausrüstung. Diese besteht aus Helmen, Schutzmützen, Sicherheitsschuhen, einer Warnweste und Handschuhen, die gegen chemische Produkte standhaft sind. Zusätzlich werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Umgang mit gefährlichen Gefahrenstoffen ausgebildet. Das Risiko einer Kontaminierung und somit eines Gesundheitsschadens ist in keinem Fall ausgeschlossen. Durch die Schutzmaßnahmen wird das Risiko für Gefahren reduziert, es bleibt jedoch ein gefährdeter Arbeitsbereich. 

 

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 92 Eisenbahnwagen kontrolliert, davon wiesen 5 Verstöße auf. 

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Gefahrgutkontrolle eines Eisenbahnwagens