GVP Schiene 2035+

GVP Schiene 2035+

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Projekte

Gesamtverkehrsplanung Teil Schiene 2035+

Stadt Frankfurt am Main erarbeitet strategisches Handlungskonzept für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs

Das dynamische Wachstum der Stadt Frankfurt am Main sowie die gesellschafts- und verkehrspolitischen Entwicklungen bergen Chancen und Herausforderungen für die Mobilität und insbesondere für den öffentlichen Personennahverkehr. Der öffentliche Personennahverkehr ist von besonderer Bedeutung. Um eine klare Vorstellung für die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs zu entwickeln, wird der Gesamtverkehrsplan Teil Schiene 2035+ erarbeitet. Er ist Teil der Gesamtverkehrsplanung der Stadt Frankfurt am Main. Der Gesamtverkehrsplan Teil Schiene 2035+ ist ein fachlich begründetes und politisch beschlossenes Handlungskonzept, das den politischen Gremien als Entscheidungsgrundlage dient. Er ist damit ein Rahmenplan für die Zukunft.

Straßenbahnhaltestelle
Straßenbahn, Stadtbahn und S-Bahn sind wichtige Säulen des öffentlichen Personennahverkehrs in Frankfurt am Main. © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Christian Chur

Wieso wird der Gesamtverkehrsplan fortgeschrieben?

Die Frankfurter Bevölkerung entwickelt sich seit einigen Jahren dynamisch. Nach aktuellen Prognosen werden bis 2030 ca. 810.000 Personen im Stadtgebiet leben. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 lebten etwa 710.000 Menschen in Frankfurt am Main. Mit dem Bevölkerungszuwachs wächst das Bedürfnis nach Mobilität. Durch weitere gesellschafts- und verkehrspolitische Entwicklungen, wie z.B. die Klimaschutzziele auf Bundesebene, werden die Anforderungen an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und das Schienensystem in Frankfurt am Main und in der Region steigen.
Zur Sicherstellung der Lebensqualität in der Stadt und zur Wahrung des Klimaschutzes ist ein zukunftsfähiger und attraktiver sowie leistungsfähiger ÖPNV essenziell. Denn nur mit einem starken ÖPNV kann die Verkehrswende gelingen.

Deshalb ist es enorm wichtig, bereits heute die Kapazitäten zu erweitern, Verbesserungen zu pla­nen und deren Umsetzung einzuleiten. Dies erfolgt im Gesamtverkehrsplan der Stadt Frankfurt am Main. Bei der Fortschreibung des Gesamtverkehrsplans besitzt daher der Teil öffentlicher Personennahverkehr Priorität und wird als erstes aktualisiert.

 

Wo wir stehen

Die Untersuchungen wurden im Mai 2020, nach einer EU-weiten Ausschreibung, an ein externes Büro vergeben.

Die Bearbeitungszeit beträgt ca. 2,5 Jahre.

Die fachliche Begleitung der Untersuchungen stellt ein projektbegleitender Arbeitskreis sicher, dem Fachämter und Institutionen angehören. Bei spezifischen Themen und Fragestellungen wird der Arbeitskreis um weitere interne sowie externe Institutionen erweitert.

 

Sie haben Fragen oder Anregungen? Gerne können Sie mit uns Kontakt aufnehmen:

Amt für Straßenbau und Erschließung
Sachgebiet Gesamtverkehrsplanung
Öffentlicher Verkehr / Stellplatzablöse
Dipl.-Ing. Despina Leonidou
E-Mail: despina.leonidou@stdt-frankfurt.de
Telefon: 069 212 34463

 

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Gesamtverkehrsplan 2035+: So gehen wir vor

Ziel des GVP 2030+

Ziel des GVP-Schiene 2035+ ist es den strategischen Rahmen für die Entwicklung und den Ausbau des ÖPNV für die kommenden Jahre mit den maßgeblichen Akteuren zu erarbeiten und zu beschließen. Der GVP-Schiene 2035+ dient als Orientierung für Politik, Bürger*innen und Planer*innen und benennt Infrastrukturprojekte, die zur Sicherstellung eines zukunftsfähigen ÖPNV maßgeblich sind. Der GVP-Schiene 2035+ ist zudem Voraussetzung, Fördermittel beantragen zu können.

Ziele definieren und Schwachstellen analysieren

Die Untersuchungen erfolgen auf der Grundlage der Verkehrsdatenbasis Rhein Main (VDRM). Sie berücksichtigen die künftigen Siedlungsentwicklungen bis zum Prognosejahr 2035 sowie die absehbaren mobilitätsrelevanten Veränderungen. Die Erarbeitung des GVP-Schiene 2035+ umfasst folgende Arbeitspakete:

 

Zieldefinition und Schwachstellenanalyse

Analyse des Schienensystems nach bestimmten Zielen und Kriterien. Ziele sind z.B.:

  • Steigerung der Attraktivität des ÖPNV sowohl innerhalb der Stadt als auch über die Stadtgrenzen hinaus
  • Erschließung neuer Siedlungsflächen
  • Bereitstellung der erforderlichen Kapazitäten
  • Erhöhung der Robustheit und Zuverlässigkeit des ÖPNV-Systems gegenüber Störungen
  • Verkürzung der Reisezeiten

 

Maßnahmendefinition:
Zur Beseitigung möglicher Schwachstellen werden, aufbauend auf den Ergebnissen der Analysen, Verbesserungsmaßnahmen definiert. Dabei werden auch Maßnahmen berücksichtigt, die von den politischen Gremien in der Vergangenheit eingebracht wurden.

Weitere Schritte: Wirkungsschätzung und Maßnahmenempfehlung

Wirkungsabschätzung:
Ermittlung der verkehrlichen sowie der gesamtwirtschaftlichen Wirkungen der definierten Maßnahmen. Betrachtung der technischen Machbarkeit sowie Abschätzung der Vorhabenkosten.

 

Maßnahmenempfehlung:
Empfehlung und Priorisierung von Maßnahmen auf Basis der erzielten Ergebnisse. Dabei wird auch die Erreichbarkeit der angestrebten Ziele (s. o.) berücksichtigt. Maßnahmen mit positivem Ergebnis finden schließlich Eingang in den GVP-Schiene 2035+.