Als die Welt zerbrach

Als die Welt zerbrach

Belletristik 2024

Als die Welt zerbrach

von John Boyne

Wir empfehlen IM FEBRUAR © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Karin Wendel

SPÄTE SÜHNE

Karin Wendel aus dem Bibliothekszentrum Sachsenhausen empfiehlt: „Als die Welt zerbrach“ ist der Folgeroman zu „Der Junge im gestreiften Pyjama“ und handelt vom Leben der Tochter des KZ- Kommandanten und ihren Umgang mit der Schuld. Als sie im KZ lebte, war sie 12 Jahre alt, nun ist sie neunzig, und ihr ganzes Leben dreht sich um die Frage nach der Schuld und ihren Umgang damit. Die Erzählung spielt in der Gegenwart, wird aber immer wieder durch Rückblenden unterbrochen, sodass wir nach und nach wissen, was die Erzählerin nach dem Krieg erlebte. Ihre Mutter lebte mit ihr unter einer anderen Identität. Nur ihr späterer Mann kannte ihre wahre Herkunft, ansonsten ist sie mehrmals umgezogen um nicht aufzufliegen, bis sie in London sesshaft wurde, heiratete und einen Sohn bekam. Als neue Nachbarn einziehen, erkennt sie schnell, dass der Mann Frau und Kind misshandelt. Das Kind weckt Erinnerungen an ihren Bruder. Diese Erinnerungen setzen einen Prozess in Bewegung, an dessen Ende sie mit einer durchaus überraschenden Tat das Kind vor seinem Vater rettet.                 
                                                                                                

>>Der Roman hat mich gleich in seinen Bann gezogen, die Hauptfigur ist komplex und psychologisch differenziert gezeichnet, das Ende überrascht, ist aber durchaus konsequent.


John Boyne
Als die Welt zerbrach
Piper
2024


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