Frankfurter Küche

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Typisch Frankfurt

Frankfurter Küche

Frankfurter Kueche
Frankfurter Küche im Ernst-May-Haus © Ernst-May-Gesellschaft e. V. / Barbara Staubach

Für das historische museum Frankfurt ist sie Teil des kollektiven Stadtgedächtnisses, da die Frankfurter Küche für eine spezifische Stadtkultur steht. In den 1920er-Jahren entwarf die Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky im Auftrag des Siedlungsdezernenten Ernst May einen Prototyp, der noch heute als Urform der Einbauküche gilt.

 

Durch die Standardmaße 1,90 Meter mal 3,44 Meter sollten die Möglichkeiten einer "großen" Küche auch auf kleinstem Raum gewährleistet werden. Über 10.000 Mal wurde diese funktionale Küche eingebaut, denn sie war Teil eines groß angelegten städtisch finanzierten sozialen Wohnungsbauprogrammms (das "Neue Frankfurt"). Charakteristisch sind u.a. die Geschirr-, Topf- und Vorratsschränke mit Schiebetüren, ein System mit 18 Schütten, ausziehbare Arbeitsflächen, ein herunterklappbares Bügelbrett, ein höhenverstellbarer Drehstuhl und eine per Schiene verstellbare Deckenlampe. Alle Materialien sind leicht abwaschbar und widerstandsfähig.

 

Die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky wollte mit dieser bis ins Detail ausgeklügelten Bauweise eine häusliche Arbeitserleichterung für die berufstätige Frau ohne überflüssige Handgriffe und weite Wege schaffen. Die Frankfurter Küche hielt sich noch bis in die 90er Jahre, danach war sie aufgrund Modernisierungsmaßnahmen weitestgehend aus den Wohnungen entfernt worden.

 

Wer sich gerne das Originalmodell ansehen möchte, findet es im Ernst-May-Haus in der Römerstadt und im Neubau des Historischen Museums Frankfurt.

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