Höchster Wehr

Höchster Wehr

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Nidda

Höchster Wehr

Wo das Wasser rauscht

Ein Wehr quer durch die Nidda und eine raue Rampe schenken wandernden Fischarten neue Lebensräume. Auch Menschen finden die Wehranlage attraktiv, denn hier gibt es viel zu sehen.

Höchster Wehr
Höchster Wehr © Stadt Frankfurt am Main / Stefan Cop, Foto: Stefan Cop

Das neue Streichwehr

Höchster Wehr mit Hochwasser am 4. Februar 2021
Höchster Wehr mit Hochwasser am 4 Jan 2021 © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Ingrid Wentzell

 

Hier kann man der Nidda Internal Linkbeim Fließen zusehen. Große Steine bewirken Wellen und ein ständiges Rauschen. In trockenen Sommern weniger, bei Hochwasser umso mehr. Schräg durch die Nidda scheint ein Strich gezogen, an dem die Wellen beginnen. Über diese Kante streicht das Wasser und überwindet einen Höhenunterschied, daher der Name Streichwehr.

Der Fluss teilt sich dann in zwei Teile, dazwischen bleibt eine Insel. Am Nieder Ufer sind die Unebenheiten so angelegt, dass Fische diese überwinden können und so zum Laichen die Nidda wieder in Richtung Quelle schwimmen können.

Das Streichwehr ist ein echter Gewinn für die Natur, zumal es von weiteren Maßnahmen begleitet wurde. Die Stadtentwässerung FrankfurtExternal Link baute die Anlage für 3,7 Millionen Euro im Jahr 2013. Dazu gehört ein Überflutungsraum in einem ehemaligem Altarm auf der Nieder Seite (der Uferweg macht einen Bogen) und ein zweiter beim Zulauf des Sulzbachs. Zwei neue und breite Brücken überqueren ihn und die Nidda.

Das Wehr und die Überflutungsbereiche sind notwendig, um Höhenunterschiede zu überwinden und Hochwässer zu regulieren.

Fische, Hunde und Menschen

Höchster Wehr
Höchster Wehr © Stadt Frankfurt am Main / Stefan Cop, Foto: Stefan Cop

 

Manche Fische schwimmen nicht weiter die Nidda hinauf, sondern finden schon hier die durch das Streichwehr entstandenen stillen Bereiche und kiesigen Stellen einfach wunderbar. Sie legen ihre Eier ab.

Der heranwachsende Nachwuchs will allerdings nicht gestört werden, deswegen mögen sie keinen Hundebesuch oder schwimmende Menschen.

Typische wandernde Fischarten in der Nidda sind Meerforelle, Barbe und Nase. Die Nasen waren fast ausgestorben, deshalb ist es ein toller Erfolg, dass sie wieder in die Nidda kommen. Die Nase – ja, der Fisch heißt wirklich so – war Fisch des Jahres 2020.External Link

Das alte Wehr

Wehr der Nidda
Wehr der Nidda © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eckhard Krumpholz, Umweltamt

 

Bis 2013 befand sich hier ein klassisches Wehr mit Klappen, die für Fische unüberwindbar war. Es war das erste von insgesamt sechs Wehren, die im Frankfurter Abschnitt der Nidda gebaut wurden, 1925 war es fertiggestellt. Heute ist das noch verbliebene Wehrhäuschen am Höchster Ufer eine besondere Attraktion, denn hier ist nun eine Aussichtsplattform angebracht. Durch den Gitterboden kann man das Wasser unter sich vorbei rauschen sehen und vor sich die ganze Wehranlage überblicken.

Das Höchster Wehr wurde erbaut, um den Zulauf für das Höchster Strandbad zu regulieren, dass sich direkt daneben befindet. Das Bad wird heute von dem Höchster SchwimmvereinExternal Link betrieben.


SERVICE
HÖCHSTER WEHR

 

Größe: etwa 3 Hektar
Erbaut: 2013 
Gastronomie: nicht vorhanden
WC:  nicht vorhanden
Barrierefreiheit:  ja, über den Niddauferweg
Öffnungszeiten: immer zugänglich
Eintritt: kostenfrei


Schutz: Landschaftsschutzgebiet
Wichtigste Regeln: den Fischlaich nicht stören, insbesondere in den ruhigen Bereichen, grillen ist verboten
Kontakt: Stadtentwässerung Frankfurt am MainExternal Link


Lage: im Frankfurter GrünGürtelInternal Link, in der Nidda zwischen Nied und Höchst, nahe dem Höchster Schwimmbad.
ÖPNV: S-Bahnline S1 oder S2 bis Bahnhof „Nied“, dann neben dem Gleis in Richtung Westen bis zur Nidda gehen, dort rechts dem Fluss entgegen der Fließrichtung folgen. Der Uferweg macht bald eine Biegung vom Fluss weg, danach beginnt die Wehranlage (etwa 1 km).
Parken: In Nied, dort, wo die Straße Alt-Nied auf die Nidda trifft. Dann etwa 1 km der Nidda entgegen der Fließrichtung zu Fuß folgen.

 

Zu 30 Ausflugsziele im Frankfurter GrünGürtel. Internal Link

 

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