Frankfurter Sportmuseum

Frankfurter Sportmuseum

Sportstadt Frankfurt

Frankfurter Sportmuseum powered by Mainova

Frankfurter Sportgeschichte im FSV Stadion "PSD Bank Arena" am Bornheimer Hang

Die Sportstadt Frankfurt hat eine bewegte Geschichte und hat zahlreiche Ausnahmeathleten hervorgebracht, darunter die Leichtathletin Tilly Fleischer, die Eiskunstläuferin Marika Kilius und den Radprofi Didi Thurau. Alle drei - und viele mehr - sind mit hochkarätigen Exponaten in der Ausstellung „Frankfurter Sportgeschichte(n)“ vertreten.

Exponat im Frankfurter Sportmuseum: Das Gelbe Trikot von Dietrich "Didi" Thurau, Tour de France 1977 © Stadt Frankfurt am Main, Sportamt, Foto: Maik Reuß

Das Rad, mit dem er am 1. Mai 2000 beim Radklassiker Rund um den Henninger Turm siegte, hat Kai Hundertmarck dem Frankfurter Sportmuseum gestiftet. Der Sieg beim Radklassiker zählt zu den größten Erfolgen seiner Profikarriere.

 

Vitrinen im Frankfurter Sportmuseum
Blick in das Frankfurter Sportmuseum © Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH, Foto: -

Das Frankfurter Sportmuseum powered by Mainova, in dem u.a. dieses Rad zu sehen ist, befindet sich beim FSV Frankfurt 1899 in der PSD Bank Arena, Richard-Hermann-Platz 1. Die Dauerausstellung "Frankfurter Sportgeschichte(n)" ist im Business Bereich des Stadions am Bornheimer Hang zu sehen, in der ersten Etage der Haupttribüne.

 

Der Eintritt ist frei und die Öffnungszeiten entsprechen denen der Geschäftsstelle des FSV Frankfurt (s. FSV FrankfurtExternal Link). Besucher:innen werden gebeten, sich am Empfang im Erdgeschoss anzumelden.

Der Energieversorger Mainova AG ist Namenssponsor.

 

Einige Ausstellungsstücke zeigen, welch großes Gewicht der Radsport in Frankfurt am Main hat, u.a. das Gelbe Trikot von Dietrich „Didi“ Thurau: 15 Tage fuhr der Schwanheimer bei der Tour de France 1977 im gelben Trikot des Führenden und versetzte Frankfurt in einen Radsporttaumel.

 

Exponat im Sportmuseum: Conté-Modell der 6-Tage-Radrennbahn in der Frankfurter Festhalle (1960er Jahre)
Exponat im Sportmuseum: Conté-Modell der 6-Tage-Radrennbahn in der Frankfurter Festhalle (1960er Jahre) © Stadt Frankfurt am Main, Sportamt, Foto: Maik Reuß

Das Holzmodell der Sechs-Tage-Radrennbahn von Bastler Conté erinnert an die Glanzzeiten der „Six Days“ in der Frankfurter Festhalle in den 1960er Jahren. 

 

Weitere besondere Exponate sind die Goldmedaille der Eiskunstläuferin Marika Kilius von der WM 1963 und diverse Objekte rund um FSV-Legende Richard Herrmann. Er lief 320 Mal für den FSV auf und schoss 100 Tore. Von dem Weltmeister von 1954 sind Ehrenring, Trikot und Gehaltszettel zu sehen. Ihm zu Ehren heißt der Platz vor dem FSV Stadion Richard-Herrmann-Platz.

 

 

Frankfurter Sportmuseum, Vitrine mit Exponaten des FSV 1899
Frankfurter Sportmuseum, Vitrine mit Exponaten des FSV 1899 © Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH, Foto: -

Kuratiert hat die Ausstellung Dr. Thomas Bauer, Historiker vom Frankfurter Institut für Stadtgeschichte, der das Sportmuseum von Anbeginn an begleitete. Der Beginn fiel in die Amtszeit der früheren Sportdezernentin Sylvia Schenk. „Von ihr kam 1990 überhaupt der Impuls zu einem Museum für die Frankfurter Sportgeschichte“, berichtet Dr. Bauer. 

 

Sylvia Schenk kommentiert die Bedeutung des Sportmuseums so: „Sport ist für viele Menschen ein wichtiger Teil der Alltagskultur, die Vereine mit ihren Traditionen bieten ein Stück Heimat. Große Sportevents prägen zudem Erinnerungen – ob das spezifische Stadterlebnis beim Marathon und dem Radrennen am 1. Mai auf Frankfurts Straßen oder internationaler Flair wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Das Sportmuseum vermittelt auf spezifische Weise die Bedeutung des Sports in unserer Stadt und zugleich auch den Wert geschichtlicher Einordnung.“

Sylvia Schenk stellte auch selbst zwei Objekte für die Ausstellung zur Verfügung: Ihre Startnummer vom 800-Meter-Lauf bei den Olympischen Spielen 1972 in München und eine Badehose des Ausnahmeschwimmers Michael Groß, die Sylvia Schenk bei einer Gala im Rebstockbad ersteigert hatte.

 

Die Dauerausstellung im FSV Stadion zeigt nur einen Teil der reichen Sammlung. Rund 3.000 Objekte ruhen im Depot in der Wintersporthalle am Stadion.

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