Aktionsplan 2

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Europäische Gleichstellungscharta

Frauen-Macht-Politik

Aktionsplan 2

© Stadt Frankfurt am Main

Für die politische Teilhabe von Frauen ist das Jahr 2018 ein außerordentlich wichtiges. In diesem Jahr feiern wir 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland und blicken auch auf 50 Jahre zweite Frauenbewegung zurück.

 

Damit lag für das Frauenreferat auf der Hand, mit der zweijährigen Schwerpunktkampagne „Frauen.Macht.Politik“ (2017–2019), die politische Teilhabe von Frauen und Mädchen in den Fokus zu nehmen. Denn trotz vieler bedeutender frauenpolitischer Errungenschaften liegt noch ein langer Weg vor uns: Der  Frauenanteil  im  Bundestag  liegt  derzeit bei 31 Prozent, in der FrankfurterKommunalpolitik bei 39 Prozent. Frauen verdienen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer und erhalten, unter anderem nicht zuletzt deswegen, 36 Prozent weniger Rente. Jede vierte Frau hat in ihrem Leben häusliche Gewalt erlebt. Diese Daten und Fakten bilden lediglich einen Teil der strukturellen Diskriminierungen und ihrer Folgen ab, denen Frauen* auch heute noch ausgesetzt sind. Sie machen deutlich: Frauenrechte sind keine Selbstverständlichkeit! Dies zeigen auch die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

 

Mit der Schwerpunktkampagne „Frauen.Macht.Politik“ verfolgen wir die Ziele, Frauen- und Mädchenrechte zu erhalten und zu stärken, Rechtspopulismus und Antifeminismus zu begegnen. Wir wollen informieren und motivieren, sich aktiv und frauenpolitisch zu engagieren ! In Zusammenarbeit mit Akteur*innen aus Kunst und Kultur, mit Vereinen und Verbänden und der Stadtverwaltung wurden in den letzten zwei Jahren unterschiedliche Maßnahmen und Aktionen umgesetzt. Dabei haben wir die vielfältigen Möglichkeiten der politischen Auseinandersetzung einbezogen: ob im Klassenraum, im Kaiser*innen-Saal, im Museum, bei einer Kunstperformance auf der Straße oder auch im digitalen Raum. Einige möchten wir Ihnen, exemplarisch, in dieser Dokumentation zeigen.

 

Grundlage hierfür bildete die „Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf  kommunaler und regionaler Ebene“. Diese ist ein hilfreiches Instrument  für eine strategische Durchsetzung von Maßnahmen zur Gleichstellung. Der erste Frankfurter Aktionsplan Gleichstellung „WO_MEN in  Work“  befasste  sich  beispielsweise mit der gleichberechtigen Teilhabe am Erwerbsleben. Der innovative  Charakter  der  „Frankfurter  Umsetzung“  stieß auf positive Resonanz: Als Best-Practice-Beispiel haben wir unsere Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnisse in Würzburg, Bilbao (Spanien) und im Rahmen der UN-Frauen-Konferenz „Safe Cities“ in Edmonton (Kanada) vorgestellt.

 

Diese und viele weitere Aktionen und Maßnahmen haben  wir in einer Dokumentation für Sie zusammengestellt und wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

 

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