Terrestrisches Laserscanning

Terrestrisches Laserscanning

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Vermessung

Terrestrisches Laserscanning

Ganzheitliche Erfassung von komplexen Objekten

Eine transparente Punktwolke der Dreikönigskirche. Das architektonische Skelett der Dreikönigskirche in feinen, weißen Linien vor einem schwarzen Hintergrund.
Terrestrisches Laserscanning | Transparente Punktwolke der Dreikönigskirche © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stadtvermessungsamt

 

Beim terrestrischen 3D-Laserscanning (TLS) werden Objekte berührungslos in einem fest definierten Raster erfasst. Dabei entsteht eine unstrukturierte Punktwolke, die ein dreidimensionales Abbild des Messobjektes darstellt. Aus diesen Daten können, entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung, geometrische Objekte und Informationen extrahiert werden.

 

Die Anwendungsmöglichkeiten erstrecken sich auf alle Gebiete der klassischen Vermessungen, die eine Bestandsdatenerfassung zum Ziel haben, wie z.B. topographische Geländeaufnahmen oder Architekturvermessungen. Das TLS erweitert die bisherigen Aufnahmemethoden des Stadtvermessungsamtes. Neben der Lageinformation wird beim Scannen von Objekten gleichzeitig die Höhenkomponente mit erfasst. Zusätzlich kann durch eine integrierte Digitalkamera jedem gemessenen 3D-Punkt eine Farbinformation (Texturierung) zugewiesen werden.

 

Die Daten werden objektiv, bedienerunabhängig und nicht generalisiert erhoben. Die Auflösung des Punktrasters ist je nach Objekt und Aufgabenstellung definierbar. Dieses Raster kann von wenigen Milimetern bei der Fassadenaufnahme bis hin zu mehreren Dezimetern bei Geländeaufnahmen frei definiert werden. Es entstehen große Datenmengen die in einer weiteren Bearbeitung gefiltert und zu geometrischen Körpern wie Linien und Flächen weiterverarbeitet werden müssen.

Eine texturierte Punktwolke des Zoogesellschaftshauses.
Terrestrisches Laserscanning | Texturierte Punktwolke Zoogesellschaftshaus © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stadtvermessungsamt

Zur Extraktion von Objekten müssen Scannpunkte, welche das Element beschreiben, detektiert werden und innerhalb eines Best-Fit (Ausgleichung) in ein parametrisiertes Modell überführt werden. Durch die hohe Redundanz ergeben sich Genauigkeiten von wenigen mm für die abgeleiteten Objekte.

 

Die einzelnen Objekte können dabei schon das Endergebnis darstellen. Eine Vervollständigung der Daten bis hin zum 3D-Modell im Level of Detail 3 (LOD3) ist möglich.

 

Der Laserscanner ergänzt den Gerätepark des Stadtvermessungsamtes und ermöglicht somit die Wahrnehmung hochqualifizierter Ingenieurvermessungen.

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