Tigermücke

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Umweltmedizin

Asiatische Tigermücke

Aedes albopictus

Die Asiatische Tigermücke ist immer häufiger in Europa anzutreffen. Charakteristisch sind die schwarzen und weißen Streifen auf dem ganzen Körper. Im Gesundheitsamt wird derzeit erforscht, ob sich die Tigermücke bereits in Frankfurt angesiedelt hat. Wenn Sie eine Tigermücke bei sich zuhause entdecken, können Sie sich an das Gesundheitsamt Frankfurt wenden.

Asiatische Tigermücke
Asiatische Tigermücke © stock.adobe.com | gordzam

Die Asiatische Tigermücke stammt eigentlich aus Südostasien, mittlerweile ist sie aber immer häufiger in Europa anzutreffen. Grund ist die Globalisierung — durch Handel und Reisen wurde die Asiatische Tigermücke nach Europa gebracht und verbreitet sich seitdem auch dort. Beispielsweise in LKW-Reifen reist sie als blinder Passagier aus Südeuropa ein. Sie gilt als sehr anpassungsfähig und kann daher auch bei kühleren Temperaturen überleben.

 

Auch in Frankfurt wurde die Asiatische Tigermücke bereits nachgewiesen, 2018 und 2019 wurde sie in einem Wohngebiet entdeckt. Das Gesundheitsamt Frankfurt befasst sich in einer wissenschaftlichen Untersuchung nun mit der Verbreitung der Tigermücke und untersucht, ob diese sich bereits in Frankfurt angesiedelt hat oder ob es sich bei den nachgewiesenen Fällen nur um Einzelfälle handelt.

 

Aussehen
Die Asiatische Tigermücke misst ungefähr 0,5 bis 1 cm. Die gemeine Stechmücke, die in Deutschland häufig vorkommt, ist im Vergleich 03 bis 0,7 cm groß. Wie der Name erahnen lässt, ist die Tigermücke vor allem durch ihre Streifen erkennbar, der ganze Körper ist schwarz-weiß gestreift. Zudem hat sie vom Hinterkopf bis zum Flügelansatz einen weißen Streifen. Im Übrigen ist sie tagaktiv.

 

Brutstätten
Brutstätten sind kleine Wasseransammlung, zum Beispiel Blumenuntersetzer, Regentonnen, Gießkannen, Friedhofskübeln oder Vogeltränken.

 

Präventive Maßnahmen
Um die Ansiedlung der Tigermücke zu verhindern, sollten Wasseransammlungen möglichst abgedeckt sein. Wo das nicht möglich ist, beispielsweise bei einer Vogeltränke, sollte das Wasser regelmäßig gewechselt werden. Leere Friedhofsgefäße sollten umgedreht und Gießkannen nicht halbvoll stehen gelassen werden. Mögliche Beobachtungen sollten Sie dem Gesundheitsamt melden.

 


Stiche

Der Stich der Tigermücke macht sich wie jeder Mückenstich durch Juckreiz bemerkbar. Daher kann er beispielsweise mit Salben, die den Juckreiz lindern, behandelt werden.
Sollten Sie nach einem Stich grippeähnliche Symptome oder ein Unwohlsein bemerken, suchen Sie Ihren Arzt auf, um die Ursache abzuklären.

 

Krankheitsüberträger
Es ist möglich, dass die Tigermücke verschiedene Krankheitserreger überträgt. Dazu gehören zum Beispiel Dengue-, Zika- oder Gelbfieber-Viren. Um eine solche Krankheit zu übertragen, muss die Mücke vorher einen infizierten Menschen gestochen haben. In Hessen ist ein solcher Fall bisher nicht bekannt.

Projekt des Gesundheitsamtes Frankfurt

Jonas Haller ist Biologe in der Infektiologie am Gesundheitsamt Frankfurt. Im Rahmen seiner Doktorarbeit beschäftigt er sich mit Krankheitserregern und von Tier zu Mensch übertragbaren Infektionskrankheiten. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden beispielsweise im Frankfurter Zoo und im Palmengarten Mückenfallen aufgestellt. Die Auswertung zeigen, ob sich die Asiatische Tigermücke möglicherweise in Frankfurt angesiedelt hat.

 

Die Fallen werden jeweils für 24 Stunden aufgestellt und mit einem Duftköder ausgestattet. Die gefangenen Mücken werden im Labor bestimmt und identifiziert. Im zweiten Schritt werden die Mücken auf mögliche Infektionskrankheiten untersucht.

 

Sollten Sie in Frankfurt wohnhaft sein und in Ihrem Garten, Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung eine Mücke beobachten oder fangen, bei der es sich möglicherweise um eine Tigermücke handelt, wenden Sie sich gerne per E-Mail an jonas.haller@stadt-franlfurt.deInternal Link. Jonas Haller kann die Mücke identifizieren und feststellen, ob es sich dabei um eine Tigermücke handelt. Im nächsten Schritt stellt er gegebenenfalls Fallen auf, um zu beobachten, ob es sich bereits um eine feste Population der Tigermücke handelt. Seine Ergebnisse wertet er in seiner Doktorarbeit aus.

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© Stadt Frankfurt am Main

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