Kommunale Gesundheitsintitiativen interkulturell (KoGi)

Kommunale Gesundheitsintitiativen interkulturell (KoGi)

Gesundheitsförderung

Kommunale Gesundheitsinitiativen interkulturell (KoGi)

Verleihung der KoGi-Zertifikate 2022
Verleihung der KoGi-Zertifikate 2022 © Kammerer
Wissen erwerben und weitergeben 

Interkulturell, mehrsprachig, gesundheitskompetent: Die KoGi-Gesundheitslots:innen vereinen all das und kümmern sich um die Gesundheitsaufklärung für Migrant:innen. Das geschieht im Rahmen des Projektes Kommunale Gesundheitsinitiativen interkulturell“ (KoGi), das seit 2012 existiert. Die Initiative wurde bereits 2009 ins Leben gerufen.

Das Gesundheitsprojekt "Kommunale Gesundheitsinitiativen interkulturell“ wird vom Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Gallus und verschiedenen weiteren Institutionen organisiert und umgesetzt.

Projektziele

  • gegenseitige interkulturelle Öffnung fördern
  • mehrsprachige und kultursensible Gesundheitsaufklärung
  • Selbstwirksamkeit und Gesundheitskompetenz stärken
  • direkte Gesundheitskommunikation in Frankfurt ermöglichen

Die Auswahl und die Schulung der interkulturellen Gesundheitslotsinnen und Gesundheitslotsen im Gesundheitsamt erfolgt nach festen Kriterien:

  • gute Deutschkenntnisse
  • entsprechendes Bildungsniveau
  • aktives Engagement in einem Migrantenverein
  • pädagogische beziehungsweise medizinische Ausbildung

Das KoGi-Projekt wurde 2019 mit dem hessischen Gesundheitspreis vom Land HessenInternal Link ausgezeichnet. Dieser Preis wird für Projekte verliehen, die besonders wertvoll im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung sind.

2022 wurde das Projekt außerdem mit dem zweiten Platz des Zukunftspreises 2022 zum Schwerpunkt GesundheitskompetenzInternal Link des Verbands der Ersatzkassen ausgezeichnet.

Gesundheitslots:innen

Die KoGi-Gesundheitslots:innen können interkulturelle Gesundheitsveranstaltungen anbieten in:

  • Stadtteileinrichtungen
  • Krippen, Kindergärten und Schulen
  • Familienbildungsstätten
  • Kirchengemeinden
  • Moscheevereinen
  • Kulturzentren
  • Sportvereinen
  • Selbsthilfegruppen
  • Kliniken

Die KoGi-Lots:innen in Frankfurt am Main sind ehrenamtlich tätig. Ihre Sprachkenntnisse umfassen neben Deutsch unterschiedliche Sprachen wie Arabisch, afrikanische Sprachen, Türkisch, Persisch, weitere persisch-afghanische Sprachen, Spanisch, Polnisch, Russisch, Slowakisch, Tamilisch, Tamazight, Französisch und Englisch. Die Gesundheitslots:innen informieren auf Wunsch in der jeweiligen Muttersprache oder in leicht verständlichem Deutsch über Themen der Gesundheitsförderung und Prävention.

Sie sind im Auftrag des Gesundheitsamtes und der jeweiligen Trägereinrichtung ehrenamtlich tätig. Die Vorträge, Präsentationen und Gruppenmoderationen dauern in der Regel zwei bis drei Stunden und erhalten jeweils durch eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 € pro Zeitstunde.

Lesen Sie mehr über die Arbeit der Gesundheitslots:innenInternal Link.

Einen Artikel, der im September 2022 in HLRP (Health Literacy Research and Practice) über die zwei Module des KoGi-Projektes veröffentlicht wurde, finden Sie onlineExternal Link.

Ansprechpartner:innen

Dr. Manuela Schade
Gesundheitsamt Frankfurt am Main
E-Mail: manuela.schade@stadt-frankfurt.deInternal Link

Sophia Stenzel, Fatma Atay, Isabelle Lorenz
Kinder im Zentrum Gallus e.V.
Mehrgenerationenhaus Frankfurt
E-Mail: sophia.stenzel@kiz-gallus.orgInternal Link
fatma.atay@kiz-gallus.orgInternal Link
isabelle.lorenz@kiz-gallus.orgInternal Link