Abwärme

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Projekte und Kampagnen

Abwärme nutzen, Klima schützen

Maßnahmen zur CO2-Einsparung: das Abwärmekataster des Energiereferats

Bei industriellen und gewerblichen Produktionsprozessen entsteht Abwärme, eine wertvolle Energie, die nicht länger ungenutzt bleiben soll. Deshalb erstellt das Energiereferat Frankfurt ein Abwärmekataster, um Abwärmequellen zu dokumentieren. Das Kataster ist die Grundlage für Abwärmenutzung und hilft somit, CO2-Emissionen einzusparen.

Abwärme Potenzialkarte Frankfurt am Main
Abgleich von Abwärme-Angebot (aufsteigend: grün/orange/rot) und Wärmenachfrage (magenta). © ECO.S Energieconsulting, Foto: ECO.S Energieconsulting

Abwärme, ihre Entstehung und ihr Potential

 

Stitched Panorama
Stitched Panorama © industrieblick - Fotolia, Foto: #84083105 © industrieblick - Fotolia.com

 

Abwärme entsteht dort, wo produziert wird: Produktionsmaschinen und -anlagen erzeugen sie, indem sie die Verlustwärme an die Umgebung abstrahlen. Weitere Abwärmequellen sind Öfen, Abwässer aus Wasch-, Färbe- oder Kühlungsprozessen sowie Kühlanlagen wie sie z.B. für große Rechenzentren benötigt werden.

 

Im Englischen heißt Abwärme „Waste heat“ – für ein „Abfallprodukt“ ist Abwärme jedoch viel zu kostbar. Ihre Temperatur kann bis zu 140 Grad Celsius hoch sein, sie hat das Potential Wärme- und Energiequelle zu werden. Zum Beispiel wird aus der Abwärme der Frankfurter Müllverbrennung Fernwärme gewonnen, Abwärmequellen wie die Klärschlammverbrennung des Industrieparks Höchst werden ebenfalls energetisch umgewandelt.

 

In der Abwärmenutzung steckt die große Chance, CO2-Emissionen einzusparen und so das Klima zu schützen. Der Einsatz von „Restwärme“ ersetzt eine Wärmegewinnung aus anderen Energieträgern. Deshalb nehmen Maßnahmen zur Abwärmenutzung im „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ eine zentrale Rolle ein.

Die Grundlage zur Abwärmenutzung: das Abwärmekataster

Das Energiereferat schafft mit dem Abwärmekataster die Voraussetzung, um Konzepte zur Abwärmenutzung entwickeln zu können. Mit dem neuen Kataster erhält das Energiereferat eine Übersicht, wo Abwärme anfällt. Diese Informationen sind die Basis, um Wärme räumlich nah nutzbar zu machen.

 

Die Übersichtskarte mit Abwärmequellen informiert auch kleine und mittelständische Unternehmen sowie Gebäudeeigentümer über Abwärmepotenziale in der Nähe und erleichtert die Planung einer umweltschonenden Wärme-Versorgung von (Neu)-Baugebieten.

 

Im ersten Schritt wird das Kataster für die eigenen Planungen genutzt, das Energiereferat veröffentlicht die Ergebnisse der Untersuchung Anfang 2018. Geplant ist in einem zweiten Schritt die Ergebnisse auf einem Open Source Portal der Stadt Frankfurt am Main zu veröffentlichen – wie bereits mit dem Klimaschutzstadtplan und dem Solarkataster Hessen geschehen. Das Kataster kann dann insbesondere Energieplanern der Bauindustrie dienen, steht aber selbstverständlich auch allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Unterstützen Sie das Energiereferat

In Ihrem Unternehmen entsteht Abwärme, die Sie jedoch nicht für sich nutzen können? Ihnen sind Abwärmequellen bei anderen Unternehmen aufgefallen? Mit diesen Informationen können Sie das Energiereferat bei der systematischen Erfassung von Abwärmequellen unterstützen – füllen Sie dazu bitte einfach den Fragebogen aus.

 

Fragen beantwortet Ihnen gerne Paul Fay, Energiereferat:

 

Schreiben Sie an paul.fay@stadt-frankfurt.de

oder melden Sie sich telefonisch unter 069-212- 391990

 

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