1) BHKW - Grundlagen

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Infopaket Blockheizkraftwerke

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BHKW Schema © Stadt Frankfurt am Main

BHKW – KWK - was ist das?

Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung,(KWK),kombinieren Strom- und Wärmeerzeugung. Die bei der Stromproduktion entstehende Wärme wird ebenfalls verwendet. So nutzt Kraft-Wärme-Kopplung vorhandene Energieträger optimal aus:

Bis zu 90 Prozent der eingesetzten Energie werden verwendet. Anders ausgedrückt: Gegenüber der herkömmlichen Erzeugung von Wärme und Strom spart KWK bis zu 40 % Primärenergie ein. Somit trägt Kraft-Wärme-Kopplung wesentlich zur Reduktion von CO2-Emissionen bei.

 

 

Getrennte Erzeugung von Wärme und Strom

 

In herkömmlichen Kraftwerken treiben Kohle, Erdgas, Öl oder andere Energieträger einen Generator an. Dabei entsteht neben dem Strom auch sehr viel Wärme, die an die Umwelt abgegeben wird und für eine weitere Nutzung verloren geht. Tatsache ist:

In konventionellen Anlagen werden nur ca. 40 % der eingesetzten Energie in Strom umgewandelt. Zur Wärmeversorgung muss beim Verbraucher zusätzlich eine Heizungsanlage betrieben werden.

 

 

Nahezu unbeschränkte Einsatzmöglichkeiten

 

Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung kann fast überall zum Einsatz kommen, wo Wärme gebraucht wird.

Anlagen, die das leisten, gibt es mittlerweile auch für den Privatbedarf.

 

 

Jede Größenklasse – jeder Brennstoff

 

Mini-KWKs oder Strom erzeugende Heizungen (SEH) sind so klein, dass sie in jeden Heizungskeller passen. Als Energieträger für Mini-KWK-Anlagen kommen sowohl fossile Rohstoffe als auch Biokraftstoffe und Holzpellets in Frage.

Etwa 65 Prozent des Brennstoffes werden in Wärme umgewandelt, über 20 Prozent in Strom und nur maximal 10 Prozent gehen als Abwärme verloren.

Je nach Anlagengröße kann nahezu der gesamte Wärmebedarf eines Hauses mit einer Mini-KWK-Anlagen abgedeckt werden.

Die kleinsten Mini-KWK-Anlagen liegen im Leistungsbereich von 1 bis 3 Kilowatt und sind bereits ab 13.000 bis 15.000 Euro zu haben.

Wirtschaftlichkeit

Eine KWK-Anlage rechnet sich besonders für Liegenschaften, bei denen der Wärmeverbrauch - für Heizung und Warmwasser - über das gesamte Jahr hinweg relativ gleichmäßig ist.
Im Vergleich zu konventionellen Heiztechniken sind die Anfangsinvestitionen relativ hoch. Doch die Besitzer erhalten damit auch eine Anlage, die sowohl Strom als auch Wärme liefert.

 

 

Förderfähig

 

Informationen zu den Fördermöglichkeiten entnehmen Sie bitte den Angeboten der Fördermittelgeber.
In nebenstehender BHKW Checkliste finden Sie detaillierte Angaben zu den einzelnen Programmen sowie Adressen der jeweiligen Institutionen.

Umwelt- und Klimaschutz durch hohe Effizienz

Durch den gekoppelten Prozess in KWK-Anlagen wird die Effizienz der eingesetzten Energie deutlich gesteigert.

Um die gleiche Menge an Wärme und Strom zu erzeugen, muss bis zu 36 Prozent weniger Primärenergie aufgewendet werden - im Vergleich zu einer konventionellen Lösung (Wärmeerzeugung im Haus, Strom aus dem Netz). Zudem kann überschüssiger Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden.

 

 

Steigender Energiebedarf, begrenzte Ressourcen und Klimawandel

 

Moderne Gesellschaften sind ohne Energie nicht denkbar. Weltweit steigt der Energiebedarf. An der Energieerzeugung haben fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas den größten Anteil. Diese Ressourcen sind jedoch nur begrenzt vorhanden, schon heute steigen die Preise für Energierohstoffe auf den Weltmärkten stetig an. Insofern ist Energieeffizienz durch Verwendung der Kraft-Wärme-Kopplung das Gebot der Stunde.