Koordinierungsstelle Istanbul-Konvention

Koordinierungsstelle Istanbul-Konvention

Frauenreferat

Istanbul-Konvention

"Gemeinsam handeln - differenziert denken"

© Anny Öztürk

Was ist geschlechtsspezifische Gewalt? Was ist häusliche Gewalt?
Von geschlechtsspezifischer Gewalt sind weltweit überproportional Frauen* und Mädchen* betroffen. Sie umfasst psychische, körperliche und sexualisierte Gewalt und deren Androhung. Auch Zwangsheirat und Stalking sowie Gewalt, die wirtschaftliche Schäden für die betroffene Person zur Folge hat, zählen dazu.
Die Istanbul-Konvention legt auch besonderes Augenmerk auf häusliche Gewalt, also körperliche, sexuelle, psychische oder wirtschaftliche Gewalt in der Familie, vor allem durch (Ex-) Partner*innen, und deren Auswirkungen auf Kinder, unabhängig davon, ob alle Familienmitglieder denselben Wohnsitz teilen.

 

Umsetzung der Istanbul-Konvention in Frankfurt

Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* sowie häusliche Gewalt müssen verhütet, verfolgt und beseitigt werden. Das ist das Ziel der sogenannten Istanbul-Konvention. Vom Europarat 2011 beschlossen, ist dieser Menschenrechtsvertrag in Deutschland seit dem 1. Februar 2018 in Kraft und damit verbindlich.

 

Eine Gemeinschaftsaufgabe
Schutz, Verfolgung und Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt sind in Frankfurt schon lange ein wichtiges Thema. Gelingen kann es nur, wenn alle zuständigen Dezernate und Ämter, wenn Justiz und Polizeibehörden sowie zivilgesellschaftliche Institutionen aktiv daran mitarbeiten und Verantwortung für die Umsetzung übernehmen. Gleichzeitig braucht es ein vernetztes Vorgehen zwischen Bund, Land und Kommune.

 

Koordinierungsstelle - Motor für gemeinsames Handeln
Die Stadt Frankfurt hat eine Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention eingerichtet. Sie ist im Frauenreferat im Bereich Gewaltschutz angesiedelt.
Die Koordinierungsstelle versteht sich als Motor, diesen partizipativen Prozess voranzutreiben. Sie steuert und organisiert den Prozess. Die Maßnahmen werden in den Dezernaten umgesetzt.

 

Schnittstelle für differenziertes Denken
Um allen Frankfurter Frauen* und Kindern – gerade in einer diversen Stadt wie Frankfurt – bestmöglich, d.h. niedrigschwellig und möglichst ohne Versorgungslücken, Schutz und Hilfe zugänglich machen zu können, braucht es einen differenzierten Blick. Dazu müssen viele Faktoren berücksichtigt werden: Alter, Behinderung, Aufenthaltsstatus, Wohnungslosigkeit, Ethnie, Suchterkrankung, Fluchterfahrung, sexuelle und geschlechtliche Identität. Die Koordinierungsstelle vertritt daher den sogenannten intersektionalen Ansatz, der Mehrfachdiskriminierungen und unterschiedliche Bedarfe von Frauen* von Anfang an mitbedenkt.

 

Dokumente zum Download finden Sie unterhalb der Ansprechpartner*innen

 

ANSPRECHPARTNER:INNEN:


Elena Barta

Telefon: 069 212 48302
Telefax: 069 212 30727
E-Mail:                     elena.barta@stadt-frankfurt.deInternal Link
Ansprechzeiten: Nach telefonischer Vereinbarung

 

Gloria Schmid
Telefon: 069 212 48402
Telefax: 069 212 30727
E-Mail:                    gloria.schmid@stadt-frankfurt.deInternal Link
Ansprechzeiten: Nach telefonischer Vereinbarung

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