Garten an der Justinuskirche

Garten an der Justinuskirche

Orte zum Verweilen

Garten an der Justinuskirche

Garten an der Justinuskirche in Höchst, (c) Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer
Garten an der Justinuskirche in Höchst © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer

Eine Bank zum Verweilen

Dies ist ein Ort der Stille und Besinnung. Unmittelbar an der alten Höchster Justinuskirche gelegen, lädt der kleine, mit roten Sandsteinplatten gepflasterte Garten zum Verweilen ein. Im Justinusgarten gibt es ein steinernes Kreuz mit dem gekreuzigten Christus, Bänke sowie - gerahmt von alten Bäumen - einen herrlichen Blick zum Main.

Ältestes Gebäude Frankfurts

Garten der Justinuskirche
Garten der Justinuskirche © Stadt Frankfurt am Main

Um 830 wurde mit dem Bau der Justinuskirche begonnen. Sie ist somit das älteste erhaltene Gebäude Frankfurts. Die dreischiffige Basilika stammt aus der Zeit um 830, der spätgotische Hochchor entstand ab 1441. Die herausragende Bauplastik ist von überregionaler Bedeutung. Die Justinuskirche ist außerdem eine der wenigen fast vollständig erhaltenenen frühmittelalterlichen Kirchen in Deutschland, die zudem seit rund 1150 Jahren ununterbrochen als christlicher Versammlungsort genutzt wird.

Stadtteil

Höchst

Zum Garten

Im zeitigen Frühjahr blühen hier Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge, bald folgen Schlüsselblumen, Hyazinthen, Osterglocken, Tulpen sowie Mandel und Cornelkirsche. Mit jedem neuen Monat blühen neue Pflanzen auf. Geschaffen haben ihn die zwei Pflanzenliebhaber Ernst-Josed Robiné und Markus Buchner. Inzwischen haben sie mehr als 100 Pflanzenarten zusammengetragen, in einigen Beeten wachsen zudem die so genannten Antoniterkräuter. Die Justinuskirche und das ursprünglich dazugehörende Kloster sind eng verbunden mit dem Antoniterorden. So erinnern historische Grabsteine im naturbelassenen Garten an den Friedhof der Mönche, der sich dort befand.

Noch im Mittelalter hatte sich der Heilorden der Antoniter auf die Heilung des Ergotismus spezialisiert, die durch Vergiftung durch Mutterkorn entsteht. Rund 14 Kräuter kamen für Balsam und Wein zum Einsatz. Heute beherbergt der uralte Garten wieder viele dieser Heilkräuter, Wegerich etwa oder Drüsenwurz und Eisenkraut. Anlässlich des 300. Todesjahres der Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian wurden außerdem einige Blumen und Pflanzen aus ihren Bildern gepflanzt.

Der Garten kann samstags zwischen 11 und 17 Uhr besichtigt werden.
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Justinusplatz 3
65929 Frankfurt am Main
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