Verkehrsdatenbasis Rhein-Main

Verkehrsdatenbasis Rhein-Main

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Verkehrsdaten

Verkehrsdatenbasis Rhein-Main

Verkehrsdatenbasis Rhein-Main VDRM

Die Verkehrsdatenbasis Rhein-Main (VDRM) ist ein EDV-gestütztes Verkehrsmodell mit dem das Verkehrsgeschehen in Frankfurt und Umgebung abgebildet wird. Dargestellt werden die durchschnittlichen Verkehrsmengen auf dem Straßennetz (in Anzahl Kfz) sowie die Fahrgastzahlen in den S-, U-, Straßenbahnen und Bussen, jeweils bezogen auf einen Werktag außerhalb der Ferien.

Darüber hinaus wird unter Berücksichtigung der absehbaren Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung auch das Verkehrsgeschehen für das Jahr 2030 prognostiziert. Die Prognose dient dazu, die verkehrlichen Auswirkungen geplanter Infrastrukturmaßnahmen im Vorfeld beurteilen zu können.

Aufgrund der starken verkehrlichen Verflechtungen zwischen Stadt und Umland ist die VDRM ein Gemeinschaftsprojekt unter Federführung der Landesbehörde „Hessen Mobil“.

Inhalt und Umfang

Das VDRM-Gebiet ist in insgesamt 2311 Verkehrszellen unterteilt, wovon 265 auf das Frankfurter Stadtgebiet entfallen. Diese Verkehrszellen sind Ausgangs- oder Endpunkt von Fahrten und jede Fahrt wird als Verkehrsnachfrage bezeichnet.
Eine Grundlage zur Ermittlung der Verkehrsnachfrage liefern so genannte „Strukturdaten“. Dahinter verbergen sich beispielsweise

  • die Anzahl von Einwohnern und
  • Arbeitsplätzen sowie
  • Schüler- und Studentenzahlen.


Unter Berücksichtigung weiterer Parameter, wie beispielsweise

  • der Anzahl der täglich zurückgelegten Wege,
  • durchschnittlicher Wegelängen und
  • Erkenntnissen über das jeweils gewählte Verkehrsmittel,


wird die Verkehrsnachfrage berechnet.

Die so ermittelte Verkehrsnachfrage wird anschließend unter Berücksichtigung des Verkehrsverhaltens auf die Verkehrssysteme und schließlich auf das Verkehrsnetz verteilt. Im Ergebnis bildet die VDRM damit die Verkehrsbelastung auf den verkehrlich wichtigen Straßen und die Fahrgastzahlen in den öffentlichen Verkehrsmitteln ab.

Bei all dem muss beachtet werden, dass in der VDRM menschliches Verhalten künstlich nachempfunden und abgebildet wird. Mit Hilfe komplexer computergestützter Rechenverfahren können weitestgehend plausible Ergebnisse erzielt werden, die jedoch immer wieder einer kritischen Betrachtung bedürfen. So werden die Ergebnisse beispielsweise mit aktuellen Verkehrszähldaten verglichen.

Anwendung

Die Erkenntnisse aus der VDRM liefern die Basis für alle kommunalen Verkehrsgutachten und kommen für verschiedene Bereiche zur Anwendung.

Beurteilung von
Veränderungen im Verkehrsnetz:

  • Neubau einer Straße: Belastung der neuen Straße und Auswirkungen auf das bestehende Netz
  • Neubau einer Stadtbahnstrecke: Abschätzung von zukünftigen Fahrgastzahlen und von Verlagerungswirkungen zwischen Pkw und öffentlichen Verkehrsmitteln


Abschätzung von Veränderungen der Verkehrsnachfrage:

  • Ansiedlung großer Verkehrserzeuger, wie beispielsweise neue Arbeitsstätten und Einkaufszentren, sowie Festsetzung neuer Baugebiete


Außerdem können Zahlen für verkehrliche Prognosen erzeugt werden, die anderen Fachplanungen zugrunde liegen:

  • Lärmaktionspläne
  • Luftreinhalteplanung

 


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