Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

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Infektionskrankheiten A-Z

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine häufige Infektionskrankheit, die meist Kinder unter 10 Jahren betrifft. Die Erkrankung wird durch weltweit verbreitete, sehr ansteckende Viren (Coxsackie-A-Viren) verursacht. Diese Viren können neben der Hand-Fuß-Mund-Krankheit auch andere Erkrankungen wie Bläschen im Bereich der Mundschleimhaut (Herpangina) oder eine "Sommergrippe" auslösen.

Informationen zu Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Wie äußert sich die Erkrankung?
3 – 6 Tagen nach der Ansteckung bildet sich auf der Haut ein juckender roter Ausschlag mit weißgrauen Bläschen. Diese Hautveränderungen beginnen zuerst im Gesicht (besonders um Nase und Mund), sind aber bald auch an Händen, Füßen, der Mundschleimhaut und gelegentlich der Bindehaut zu finden. Nach 8 – 12 Tagen heilt die Krankheit in der Regel folgenlos aus. Nur selten kommt es zu Komplikationen wie Herzmuskel-, Lungen- und Hirnhautentzündungen.

Bei älteren Kindern und Erwachsenen können die Symptome auch nur abgeschwächt auftreten oder ganz fehlen.

Infektionen treten gehäuft in den Sommer- und Herbstmonaten auf.

 

Wie wird die Erkrankung übertragen?
Die Viren werden vor allem mit Körperflüssigkeiten (Nasen- und Rachensekreten, Speichel, Sekreten aus Bläschen) über die Hände und durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen übertragen.
Des Weiteren können die Viren beim Husten, Niesen oder Sprechen über die Luft (Tröpfcheninfektion) sowie aufgrund mangelnder Hygiene im Umgang mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser oder ungewaschenen Händen nach der Toilettenbenutzung (Schmierinfektion) übertragen werden.
Besonders enges Zusammenleben und altersbedingtes Verhalten wie in Kindergärten und Krippen fördert Übertragungen.
Die Bläschen enthalten große Mengen der Erreger und sollten daher nach Möglichkeit nicht eröffnet werden, da dies die Weiterverbreitung der Infektion begünstigt.

 
Wie wird die Erkrankung behandelt?
In der Regel heilt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit rasch, folgen- und narbenlos aus.
Schmerz- und entzündungshemmende Tinkturen und Spüllösungen für Bläschen in der Mundhöhle können helfen. Auch Mittel auf pflanzlicher Basis (Kamille, Melisse, Thymian) können Linderung bringen.
Besonders bei kleinen Kindern ist trotz der Schluckbeschwerden auf  eine hinreichende Flüssigkeitsaufnahme zu achten, um die Austrocknung durch unzureichendes Trinken zu vermeiden.

 

Wie lange sind Erkrankte ansteckungsfähig?

Infizierte Personen sind in der ersten Woche der Krankheit sehr ansteckend, besonders wenn sich die Bläschen öffnen. Jedoch können die Erreger auch noch Tage bis Wochen nach dem Abklingen der Symptome mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Deswegen ist es wichtig, auch nach Abklingen der Beschwerden eine gute Hände- bzw. Toilettenhygiene aufrechtzuerhalten.
Erkrankte Personen sollten während der Krankheit zu Hause bleiben, um das Risiko einer Weiterverbreitung der Infektion zu vermindern. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich unsicher sind, wann Sie bzw. Ihr Kind wieder arbeiten bzw. in die Schule oder den Kindergarten gehen können.

 

Wie schütze ich mich und andere vor Ansteckung?
Zur Prophylaxe eigenen sich die allgemeinen Hygienemaßnahmen:

  • Gute Händehygiene ist die mit Abstand wichtigste Maßnahme zum Schutz vor der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Waschen Sie Ihre Hände häufig und sorgfältig mit Wasser und Seife, insbesondere vor dem Essen und nach jedem Toilettenbesuch bzw. beim Betreuen von erkrankten Kleinkindern besonders nach dem Windelwechseln (in Kindergemeinschaftseinrichtungen: Händedesinfektion).
  • Verschmutzte Oberflächen und Gegenstände (einschließlich Spielzeug und Türgriffe) sollten besonders gründlich desinfiziert werden.
  • Enger Kontakt mit Erkrankten (Küssen, Umarmen, gemeinsame Benutzung von Besteck oder Tassen) sollte vermieden werden.

Welche Regelungen gelten für Gemeinschaftseinrichtungen?
Kinder und Beschäftigte, die an Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkrankt sind, sollten während der Krankheit zu Hause bleiben, um einer Weiterverbreitung der Infektion vorzubeugen.
Die konsequente Einhaltung von Hygienemaßnahmen stellt jedoch die wichtigste unterstützende Möglichkeit zum Beenden eines Ausbruches dar, weil mit einer hohen Anzahl beschwerdefreier, ansteckungs-fähiger Personen und einer zum Teil langen Ausscheidung der Viren nach Symptomende zu rechnen ist.
Alle Erkrankten sollten einem Arzt vorgestellt werden. Dieser entscheidet, wann die erkrankte Person die Einrichtung wieder besuchen kann.

 

Ist die Erkrankung meldepflichtig?
Nach dem Infektionsschutzgesetz besteht keine Meldepflicht für die Erkrankung einzelner Personen an Hand-Fuß-Mund-Krankheit.
Kindergemeinschaftseinrichtungen müssen jedoch das Auftreten von zwei oder mehr Fällen an das Gesundheitsamt melden. Das Gesundheitsamt steht beratend zur Seite und empfiehlt ggf. durchzuführende Hygiene-/Schutzmaßnahmen.