Affenpocken

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Affenpockenvirus
Affenpockenvirus © stock.adobe.com | dottedyeti

Seit Mai 2022 wird weltweit ein Affenpocken-Ausbruch beobachtet, von dem auch Deutschland betroffen ist. Bei den Affenpocken handelt es sich um eine Viruserkrankung, die in Zentral- und Westafrika heimisch ist und von infizierten Tieren, wahrscheinlich Nagern, auf den Menschen übertragen wird. Das Virus kann aber auch von Mensch zu Mensch meist durch engen Körperkontakt übertragen werden, wie dies bei dem aktuellen Ausbruch der Fall ist.

 

Ausführliche Informationen zum Thema Affenpocken erhalten Sie auf den Seiten des Robert Koch-Institutes (RKI)Internal Link, der World Health Organization (WHO)External Link (auf Englisch) sowie des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)External Link (auf Englisch). 

 

Die bisherigen Ermittlungen/Auswertungen haben ergeben, dass enge sexuelle Kontakte, insbesondere mit unbekannten und häufig wechselnden Sexualpartnern, deren Gesundheitsstatus nicht einschätzbar ist, das größte Ansteckungsrisiko bergen.

 

Dieses Risiko lässt sich durch Vermeiden häufig wechselnder Sexualkontakte und die in Deutschland seit einigen Wochen zur Verfügung stehende Impfung reduzieren.

 

Diese Impfung ist von der STIKOInternal Link seit 21.06.2022 zur postexpositionellen Prophylaxe (nach möglichem Kontakt mit Erregern) und zur Indikationsimpfung insbesondere für Männer empfohlen, die Sex mit Männern haben und häufig den Partner wechseln, da sie aufgrund des erhöhten Expositions- und Infektionsrisikos besonders gefährdet sind.

 

Einer aktuellen Pressemitteilung der STIKOInternal Link vom 21.07.2022 ist zu entnehmen, dass aktuellen Studien zufolge bereits die erste Impfstoffdosis einen Basisschutz vermittelt und die zweite Dosis hauptsächlich dazu dient, die Dauer des Impfschutzes zu verlängern. Der durch eine erste Impfung vermittelte Immunschutz lässt ab zwei Jahren nach Impfung nach und erfordert dann eine zweite Impfstoffdosis für einen dauerhaften Schutz.

 

Daher rät die STIKO alle verfügbaren Impfstoffe für die erste Impfung einzusetzen und die Gabe der zweiten Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitpunkt, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, zu verschieben. Dies gilt sowohl für die postexpositionelle Impfung als auch für die Indikationsimpfung.

 

Für weitere Informationen zum Thema Affenpocken-Impfung wenden Sie sich bitte per Mail an: info.infektiologie@stadt-frankfurt.deInternal Link. Bei Angabe Ihrer Telefonnummer erfolgt ein Rückruf, in welchem Fragen zur Indikation und Impfstellen geklärt werden können.

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