Stadt finanziert Ausbau und weitere Räume für niedrigschwellige Drogenberatung im La Strada. Angebote sollen Drogenabhängige von der Straße holen ...

Stadt finanziert Ausbau und weitere Räume für niedrigschwellige Drogenberatung im La Strada. Angebote sollen Drogenabhängige von der Straße holen ...

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Aktuell

Neuer Rauchraum für Heroin und Crack im La Strada

Stadt finanziert Ausbau und weitere Räume für niedrigschwellige Drogenberatung im Bahnhofsviertel

Im La Strada, dem Drogenhilfezentrum der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. in der Mainzer Landstraße 93, steht Drogenabhängigen nun ein neuer Rauchraum mit sechs Plätzen zur Verfügung. Unter hygienischen Bedingungen können sie dort ihr mitgebrachtes Heroin und Crack rauchen. Mit dem Umbau wurden eine moderne Filter- und Luftreinigungsanlage eingebaut und zwei neue Räume für die niedrigschwellige Drogenberatung eingerichtet. 35 000 Euro hat die Stadt in den Ausbau gesteckt.

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Neuer Rauchraum für Crack und Heroin im La Strada © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Aidshilfe Frankfurt
Neuer Rauchraum für Heroin und Crack im La Strada 

Damit steht ein weiteres Angebot zur Verfügung, um Drogenabhängige im Bahnhofsviertel von der Straße zu holen, den öffentlichen Crackkonsum einzuschränken und gleichzeitig Heroinabhängigen einen risikoärmeren Konsum zu ermöglichen. Um das Risiko zu reduzieren, sich beim Spritzen mit HIV oder Hepatitis zu infizieren, wird von der Drogenhilfe empfohlen, vom intravenösen Heroinkonsum aufs Rauchen umzusteigen.

Wer den Rauchraum nutzen will, muss zunächst die mitgebrachte Substanz vorzeigen und erhält auch eine Folie, die rückstandsfrei verbrennt, um Heroin zu rauchen. 30 Minuten dürfen die Konsumierenden im Raum bleiben.

Entschleunigung und Harm Reduction sind zentrale Punkte für die Drogenhilfe: Im La Strada, am Rande des Bahnhofsviertels, können Drogenabhängige dem hohen Druck im Zentrum der Drogenszene für eine Weile entfliehen. Sie können ausruhen und ohne Stress konsumieren. Im entspannten Umfeld mit Kontaktladen und Ruhebetten stehen den Drogenabhängigen niedrigschwellige Beratungsangebote offen, außerdem können sie regelmäßig eine psychiatrisch/medizinische Sprechstunde besuchen und erhalten Rechtsberatung. 

Neben den sechs Plätzen im neuen Rauchraum stehen im La Strada bereits sieben Plätze im Konsumraum für den intravenösen Konsum zur Verfügung. Im Bahnhofsviertel stehen außerdem in den Konsumräumen in der Nidda- und der Elbestraße 22 Plätze und weitere 9 Plätze für den Rauchkonsum bereit. Das Eastside in der Schielestraße bietet einen Konsumraum mit acht Plätzen – an zweien kann auch geraucht werden.